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Jubiläum IIum II

01.07.2017

Bäume als Geschenk

J. Wohlmacher
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J. Wohlmacher

Festvortrag von Ordensmann Johannes Wohlmacher

Für ihn ist der Wald ein Geschenk. „Als Lebensraum, aber auch als Gestaltungsraum.“ Der Ordensmann Johannes Wohlmacher sprach in seinem Vortrag aus, was vielen missfällt. Der Wald stehe heute vielfach unter Druck. Schutz und Wohlfahrtsaufgaben soll er erfüllen, als Produktionsstätte für Bau-, Industrie- und Energieholz soll er dienen, aber auch jagdlich als Zuchtstätte für starke Trophäen und als eine Art Sportgerät für leistungsbesessene Wanderer, Läufer und Biker.

Der Subprior und Chorherr des Prämonstratenser-Stiftes Schlägl leitet dort die Bewirtschaftung der Wälder. Auf einer Fläche von 6500 Hektar gilt das Prinzip der Zielstärkennutzung. Durch die Entnahme einzelner, starker Stämme mutieren die Altersklassenwälder zu einem Dauerwald. Wohlmachers Rede beim 25-jährigen Jubiläum der FBG Isar-Lech richtete sich auf die Gesamtproblematik unserer derzeitigen Weltlage: „Wie kann es sein, dass Menschen auf diese gedankenlose Art und Weise nicht nur die Landschaft behandeln, die sie umgibt, sondern den ganzen Planeten, der ihnen zur Besiedelung gegeben wurde? Wir wissen, dass wir uns selbstmörderisch verhalten, und doch machen wir weiter. Wie kann das sein?“ So zitierte der Prämonstratenser-Pater Vaclav Havel. Wohlmacher folgerte: „Wir haben vollkommen vergessen, was alle Zivilisationen vor uns wussten: dass nichts selbstverständlich ist.“ „Wir bewirtschaften unsere Wälder nachhaltig. Wir brauchen nicht zu verschweigen, dass dieses uns heute leitende Prinzip erst vor rund 300 Jahren durch Hans Carl von Carlowitz in seinem Buch „Sylvicultura oeconomica“ erstmals formuliert wurde, und dass dies aus Not heraus geschah“, erinnerte Wohlmacher und forderte die Ausdehnung der Idee der Nachhaltigkeit auf alle Lebensbereiche. Er endete mit einem Zitat von Antoine de Saint Exupery: „Wir erben die Erde nicht von unseren Eltern, sondern wir leihen sie von unseren Kindern!“

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