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Aichach

17.05.2020

Bahnhof Aichach: Die Modernisierung verzögert sich

Im Aichacher Stellwerk werden bislang die Weichen und Signale noch mit solchen Hebeln per Hand gestellt. Neue Technik wird derzeit eingebaut. Die Umrüstung verzögert sich aber wegen Corona.

Plus Die Nachrüstung des Stellwerks am Aichacher Bahnhof ist noch immer nicht fertig. Eigentlich sollte sie Mitte Mai in Betrieb gehen. Warum Corona schuld daran ist.

In diesen Tagen sollte das modernisierte Stellwerk am Aichacher Bahnhof in Betrieb gehen. Die Deutsche Bahn kann den Termin allerdings nicht halten. Wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, gebe es Verzögerungen. Ursache sei die Corona-Krise.

Nach dem Aichacher Zugunglück wird eine bessere Technik gefordert

Die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) hatte jüngst ihren Abschlussbericht zum Aichacher Zugunglück veröffentlicht. Darin war die Rede davon, dass die neue Technik am Aichacher Bahnhof Mitte Mai in Betrieb gehen solle. Die Maßnahme hatten nach dem schweren Unglück vom 7. Mai 2018 zahlreiche Menschen gefordert. Auch die BEU bestätigt in ihrer Untersuchung: Moderne Technik hätte den Zusammenstoß eines Passagier- in den Güterzug verhindern können.

Wenige Monate nach dem Unglück hatte die Bahn angekündigt, bis 2023 rund 600 veraltete Stellwerke in Deutschland nachzurüsten. Aichach gehöre zu den Ersten.

Bahnhof Aichach: Die Modernisierung verzögert sich

Erst stoppt die Witterung, dann Corona die Arbeiten am Aichacher Bahnhof

Seit Ende 2019 laufen hier die Umrüstungsarbeiten. Zunächst stoppte sie die Witterungslage. Nun wirkt Corona als Bremsklotz. Der Schutz der Mitarbeiter habe oberste Priorität, so der Sprecher: In Stellwerken müsse die Anzahl von Personen beschränkt werden, um Schutzabstände einhalten zu können. Deshalb könnten Baumaßnahmen, Abnahmeprozess und erforderliche Schulungen der Mitarbeiter für die nachgerüstete Technik nicht wie geplant weitergeführt werden. Die Bahn verspricht: „Wir arbeiten (...) unter Hochdruck daran, die Nachrüstung der Anlage schnellstmöglich fertigzustellen.“

Beim Zugunglück waren der Lokführer, 37 Jahre, und eine Passagierin, 73 Jahre, ums Leben gekommen. Zwei Menschen wurden schwer, elf leicht verletzt. Der Fahrdienstleiter hatte dem Passagierzug die Einfahrt auf ein Gleis frei gegeben, auf dem ein Güterzug wartete.

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