Newsticker
RKI meldet 8103 Neuinfektionen und 96 Tote
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Bananafishbones im Canada reißen Publikum mit

Konzert

07.01.2019

Bananafishbones im Canada reißen Publikum mit

Sie hatten viel Spaß auf der Bühne im Canada in Obermauerbach. Hier bearbeitet Schlagzeuger Florian Rein (Mitte) erst das Weihnachtspackerl im Vordergrund, dann die Saiten von Peter Horns Gitarre als Percussion-Instrument. Im Hintergrund Leadsänger Sebastian Horn.
Bild: Manfred Zeiselmair

Band tritt an zwei ausverkauften Abenden im Aichacher Stadtteil Obermauerbach auf  und trommelt auch für die Augsburger „Pandas“

Zwei Gitarren, ein Schlagzeug, drei Stühle. Drei unaufgeregte, etwas in die Jahre gekommene, auf den ersten Blick sympathische Typen nehmen auf der Bühne Platz. Fast so, als ob sie sich gerade zur „Stubnmusi“ treffen würden. Doch dann erfüllt den Canada-Ballroom plötzlich ein Sound, als stünde da eine „gewaltige“ Rockband auf der Bühne. Tatsächlich handelt es sich um eine der besten deutschen Live-Bands: die Bananafishbones. Diese waren an zwei ausverkauften „Unplugged“-Abenden am Wochenende in Obermauerbach (Stadt Aichach) „on stage“.

Seit mehr als 30 Jahren zeigen die drei Vollblutmusiker aus dem bayerischen Oberland nun schon Bühnenpräsenz. Im vergangenen Jahr waren es an die 60 Konzerte, wobei die Bananafishbones ein Livealbum einspielten. Alle drei sind Meister ihres Fachs: Da ist Florian Rein, der mit Besen, Paukenschlägel und Sticks nicht nur sein Schlagzeug perfekt beherrscht, sondern auch mal die Gitarrensaiten seiner Mitspieler oder ein Weihnachtspaket als Rhythmusgerät benutzt. Da ist Peter Horn am Bass, der sich im Laufe des Abends mehrfach mit seiner elektrisch verstärkten Akustik-Gitarre Szenenapplaus verdient. Und da ist sein Bruder und Kopf der Band, Sebastian Horn, dessen voluminöse, variable Bass-Stimme die Songs der Fishbones prägt.

Ihre Lieder sind in englischer Sprache. Die Musik geht in Richtung Rock und Alternativ-Rock, gemischt mit Pop- und Country-Einflüssen. Ihre Lieblingsband ist „The Cure“, von denen auch immer wieder mal Cover-Stücke in ihren Konzerten zu hören sind. Wie bei ihrem Gastspiel im Canada-Saal.

Dass die Fishbones auf der Bühne zu Hause sind, merkt man ihnen sofort an. Locker und gut gelaunt nehmen sie das Publikum mit auf ihre musikalische Reise. Rockig legen sie los mit „Birdies“ und „I like a lot“, um dann balladenhaft von ihren „Friends“ und bei „Train“ von einer erotischen Zugfahrt zu erzählen. In einem „Jahresrückblick-Medley“ rufen sie Musiker ins Gedächtnis, die im vergangenen Jahr verstorben sind: Dolores O´Riordan von den Cranberries („Zombie“), den schwedischen DJ Avicii, die große Soulinterpretin Aretha Franklin („Preatcher Man“) und die Grand-Prix-Gewinnerin France Gall („Poupee de Cire“). Für den erschossenen Rapper und Lieblingssänger seiner Tochter XXXTentacion erhebt sich Sebastian Horn von seinem Stuhl und stimmt gestenreich einen Hip-Hop-Song an.

Auf die Frage „Wie ist die Stimmung im Saloon?“ und einer stimmgewaltigen Antwort des Publikums ist dann auch mal Country angesagt. Die Stimmung steigt von Stück zu Stück und mancher Besucher wünscht sich im eng bestuhlten Saal einen kleinen Fleck zum Mittanzen. Insbesondere nach der Pause, als Ohrwürmer wie „Weedy-Weedy-Bong“ die Leute zum Mitwippen, Mitsingen und Mitklatschen bewegen. Dazu schleppen die drei sogar zwei große Trommeln auf die Bühne, um als Eishockey-Fans die Anhänger der Augsburger „Pandas“ anzuheizen.

Spätestens bei ihrem C&A-Werbesong „Come to sin“ schmelzen die Besucher dahin. Beeindruckend auch die zahlreichen „Quergesänge“ der beiden Brüder im Laufe des Abends, wobei das blinde Verständnis füreinander hör- und spürbar wird. Und als Peter Horn beim „psychodelisch verrückten“ Hardrock-Stück „PowWow“ seine Akustik-Gitarre elektrisch derart genial verzerrt, wird der anfängliche Szenen-Applaus zum ersten Trommelfeuer.

Die Dramaturgie erreicht ihren Höhepunkt, als Sebastian Horn zum Abschluss den Charts-Hit „Easy day“ anstimmt. Ein „Easy day“ mit den Bananafishbones, bei dem der Titel Programm war und der die Besucher begeistert zurücklässt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren