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Sommerwanderung

04.08.2018

Bei Hitze mit der CSU unterwegs

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100 Besucher begleiten die Spitzen der CSU bei hochsommerlichen Temperaturen auf ihrem Weg von Obermauerbach nach Maria Stock und wieder zurück.

100 Besucher begleiten Landtagsabgeordneten und Landrat bei Temperaturen jenseits von 30 Grad von Obermauerbach nach Maria Stock und zurück. An der Kapelle vermittelt der Kreisheimatpfleger Wissenswertes

Der Landtagsabgeordnete präsentierte sich in kurzer Hose und der Landrat trug einen Hut. Wenn sich Peter Tomaschko und Klaus Metzger so ungewöhnlich kleiden und damit vom sonst üblichen strengen Dresscode abweichen, dann gibt’s dafür nur einen Grund: die Sommerwanderung der CSU. Am Donnerstag startete sie in Obermauerbach im Osten von Aichach. Um die 100 Wanderer gingen mit.

Bei Temperaturen jenseits der Marke von 30 Grad griff Tomaschko zum Mikrofon und sprach von einem „richtigen Juwel der Gemütlichkeit in unserem Wittelsbacher Land“. Bevor es danach galt, insgesamt eine Stunde auf Schusters Rappen zurückzulegen, gab’s erst ein kühles Bier zu trinken. „Ich bin immer mit dabei“, erklärte Landrat Metzger, ehe es auf den Rundweg ging. Dann kam mit Rainer Knauer der Wirt des Canada zu Wort. Er bezeichnete sein Haus als die kleinste Weißbierbrauerei in Bayern, die 300 Hektoliter Bier pro Jahr in einer offenen Gärung „wie vor 50 oder 100 Jahren“ produziere. Wie kam die Gaststätte zum Namen Canada? Von vier Geschwistern wanderten vor 60 Jahren zwei nach Kanada aus, einer davon mit Namen Hans kehrte nach mehreren Jahren zurück und wurde fortan „Canada“ genannt, er gab dem Lokal den Namen.

Informationen ganz anderer Art waren eine halbe Stunde später im Wald zu hören, als man sich an der Kapelle Maria Stock versammelte. Dort blickte Kreisheimatpfleger Hubert Raab gut eineinhalb Jahrhunderte zurück. 1848 trat König Ludwig I. zurück. In dem Jahr habe in diesem Stück am Waldrand ein 13-jähriger Hüterbub, der auf sieben Kühe sowie je zwei Kälbchen und Pferde aufzupassen hatte, mehrere Begegnungen mit der Gottesmutter erlebt. Sie soll beklagt haben, dass sie darunter leide, wie böse die Menschen seien, und er solle diese Offenbarung mitteilen. Es dauerte nicht lange und man zählte bereits über 100000 Menschen, die zu diesem Ort pilgerten. Der Bischof von Augsburg entschied aber im August 1848, man werde die Berichte des Buben nicht anerkennen. Raab: „Der Zeitgeist damals stand gegen eine Marienerscheinung.“ Anders sah es 1947 aus, als die Kapelle in der heutigen Form errichtet wurde. Damals habe das Ordinariat in Augsburg zugestimmt. Auf einem anderen Weg kehrten die 100 Teilnehmer zurück zum Ausgangspunkt. Dort spielten zum Einzug und auch später die Paartaler Musikanten auf. Der gemütliche Teil konnte beginnen. Es standen zwar dunkle Wolken bedrohlich über dem Himmel, die sich aber an diesem Abend nicht entluden.

Schon zu Beginn der Woche hatten Tomaschko und Metzger zu einer Wanderung in Burgadelzhausen eingeladen. Rund 100 Leute kamen einer Mitteilung zufolge. Sie gingen durch den Sackwald und erfuhren von Hubert Raab mehr über die geschichtlichen Erkenntnisse zur Zeit der Ungarnüberfälle.

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