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Tradition

13.11.2019

Beim Hoagarten Genießen und Gutes tun

Hintersinnigen Humor bewies der Weikertshofener Zwoagesang (linkes Bild). Der Boarische Saitenklang (Mitte) gehört zur Stammbesetzung beim Hoagarten in Anwalting. Moderatorin Uschi Kufer in Aktion: beim Geschichten- und Witzeerzählen (rechtes Bild).
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Hintersinnigen Humor bewies der Weikertshofener Zwoagesang (linkes Bild). Der Boarische Saitenklang (Mitte) gehört zur Stammbesetzung beim Hoagarten in Anwalting. Moderatorin Uschi Kufer in Aktion: beim Geschichten- und Witzeerzählen (rechtes Bild).

Die Veranstaltung in Anwalting überzeugt die vielen Besucher im Feuerwehrhaus erneut mit einer gelungenen Auswahl der Interpreten. Wen die Volkstanzgruppe in diesem Jahr mit ihrer Benefiz-Aktion unterstützt

Der Volkstanzgruppe Anwalting gelingt es jedes Jahr aufs Neue, einen besonderen Hoagarten zu gestalten. Weder der musikalische Genuss noch die Unterhaltung kommen zu kurz. Und die Veranstalter setzten noch eine gute Verpflegung oben drauf: Bei appetitlich dekorierten Broten war alles fürs leibliche Wohl getan.

Zur Begrüßung freute sich Markus Rappolder über einen voll besetzten Saal des Feuerwehrhauses. Er bedankte sich insbesondere bei der Anwaltinger Feuerwehr, da diese den Saal ohne Mietkosten zur Verfügung gestellt hatte. Die Musiker hatte – wie auch die Jahre zuvor – Hildegard Haas eingeladen. Sie bewies ein wahrhaft gutes Händchen bei der Auswahl. Neben ruhigen Klängen der Saiteninstrumente wurden freche und hintersinnige mehrstimmige Couplets gesungen und auch Walzerklänge waren zu hören.

Die Zuafalls-Musi war das erste Mal in Anwalting dabei: Sie war aus Kösching bei Vohburg angereist und bewies musikalisches Können an zwei Gitarren und der Zither. Ebenfalls Saitenklänge in unterschiedlichen Varianten bot der Boarische Saitenklang, die Stubnmusikgruppe mit den Musikerinnen Hildegard, Margit, Marlies, Gaby und Gerlinde. Beeindruckend, wie sicher Hildegard Haas zwischen Kontrabass und Akkordeon wechselte. Die Frauen gehören sozusagen zur Stammbesetzung des Anwaltinger Hoagartens. Während der Klänge der Saiteninstrumente war es still. Man konnte „etwas mitnehmen“, wie es Moderatorin Uschi Kufer formulierte.

Freilich kamen auch lustige Geschichten und Witze nicht zu kurz: Uschi Kufer erzählte von versehentlich getrunkenen Glasaugen und daraus resultierenden äußerst problematischen Folgen. Auch die Holledauer Zuagroasdn, eine Musikgruppe aus Schweitenkirchen (Holledau), brachten die Zuhörer zum Lachen: Lieder von der sich verändernden Witterung, die ein freundlicher Herr etwa bemerkt, wenn er kurz ein Baby auf dem Arm hält. Die Musiker erklären ihren Namen damit, dass sie alle „zugroasde“ sind: aus der Oberpfalz, aus Oberfranken und aus Oberösterreich. Die Besetzung Akkordeon, Gitarre und Kontrabass macht ihre Musik besonders interessant. Der Spaß am Musizieren ist den dreien anzusehen und – besonders im flotten Rhythmus – auch „anzuhören“.

Spaß und hintersinniger Humor – das gibt es auch beim Weikertshofer Zwoagsang: Uschi und Reinfried beschreiben ihr Repertoire mit Couplets, Wirtshausliedern und auch mal Kirchenmusik. Der Hintersinn kam besonders beim „Räuber-Kneißl-Lied“ heraus, das beide spontan und gekonnt vortrugen.

Bei all der guten Unterhaltung dachte man in Anwalting auch besonders an die Menschen, denen es nicht gut geht. Zum einen sollte ein Bub aus der Region unterstützt werden, der am „Phelan-McDermid-Syndrom“ leidet – einer Krankheit, die weltweit nur ungefähr tausend Mal diagnostiziert wird. Der Junge kann weder sprechen, krabbeln noch laufen und benötigt Hilfe. Zum zweiten wird der „Wünschwagen“ unterstützt. Dies ist ein Projekt des Arbeitersamariterbunds. Dabei wird Menschen in ihrer letzten Lebensphase ein besonderer Herzenswunsch erfüllt. Sie dürfen mit der Familie oder Freunden noch einmal an ihren Lieblingsort. Die Volkstanzgruppe bewies mit ihrem Hoagarten erneut, wie gut „Gutes tun“ und und einen schönen Abend zu verbringen, zusammenpassen.

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