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Verkehrsausschuss

02.11.2019

Beim Mühlhauser Berg drängt die Zeit

Markus Winklhofer
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Markus Winklhofer

Affings Zweiter Bürgermeister Gerhard Faltermeier macht Druck, damit Projekt noch bis Ende 2019 auf die Tagesordnung kommt. Kosten für Wendehammer sind Räten zu hoch

Bürgermeister Markus Winklhofer sprach von einer „schlanken Tagesordnung“, als er die Sitzung des Verkehrsausschusses des Gemeinderates in Affing eröffnete. Die Präsentation der Pläne, die den Ausbau der Staatsstraße über den Mühlhauser Berg betreffen, stand nicht darauf. Wiederholt wies Gerhard Faltermeier, der Zweite Bürgermeister und designierter Bürgermeisterkandidat seiner Wählergruppe aus dem Ortsteil Mühlhausen, mit Nachdruck darauf hin, dass gerade bei diesem Thema die Zeit dränge. Der amtierende Bürgermeister Winklhofer hatte eingangs davon berichtet, dass mit Christoph Eichstaedt der zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt in Augsburg im Urlaub weile und sich daher entschuldigen lasse.

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„Es zieht sich halt alles raus“, stöhnte Faltermeier und meinte damit die Aussicht, dass dieser „sehr wichtige Punkt auf der Tagesordnung“ möglicherweise erst in der Aussschuss-Sitzung im Januar zur Behandlung anstehen würde. Winklhofer stellte in Aussicht, man könne bis Ende des Jahres die Angelegenheit auch im gesamten Gemeinderat zur Sprache bringen. Am Ende der Sitzung meldete sich Gerhard Faltermeier noch einmal zu Wort und verlangte, man sollte sich mit dem Mühlhauser Berg in jedem Fall noch 2019 befassen: „Das ist ein drängendes Thema. Die schlimmsten Löcher sind ausgebessert worden, das Hauptproblem bleibt.“

Auffallend war bei dieser Sitzung, dass beinahe doppelt so viele Besucher erschienen waren wie Mitglieder des Ausschusses. Den Räten lag eine Liste mit 68 Unterschriften vor. Auf den verschiedenen Seiten war das Anliegen vermerkt: „Wir Anwohner der Friedhofstraße Affing fordern eine für die Zukunft dauerhafte Verkehrsminderung und Geschwindigkeitsbegrenzung in unserer Dorfstraße.“ Bei den Kommunalpolitikern stießen die betroffenen Bürger durchaus auf offene Ohren. Nun wird erst eine Verkehrszählung in der Friedhofstraße und im Forstweg vorgenommen; über ein Tempolimit auf 30 Stundenkilometer in beiden Straßen wird erst nach der Verkehrsschau in der nächsten Woche am Mittwoch, 6. November, entschieden. Aus den Sitzungsunterlagen geht hervor, dass die Aussichten auf eine Beschränkung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit als eher gering einzustufen sind.

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„Wir haben alle Möglichkeiten eruiert, um das Problem umgehen zu können“, sagte Markus Winklhofer, als er den Sachverhalt aus Sicht der Kommune darstellte. Immer wieder würden Unmut und Unzufriedenheit über den durchfließenden Verkehr laut. Daher stehe eine Umleitung des Verkehrs über die Abzweigung zwischen Affing und Aulzhausen zur Kreisstraße AIC 4 zur Debatte. Der Bürgermeister betonte, er sehe keine rechtliche Grundlage für das geforderte Tempolimit. Immer öfter würden die entsprechenden Schilder abgebaut. Josef Schmid verlangte, in Abstimmung mit der Polizei sollte man prüfen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gebe.

In Mühlhausen wird „Am Anger“ kein Wendehammer errichtet. Diese Entscheidung fiel ebenfalls einstimmig im Ausschuss. Verbesserungen will man vor Ort im Rahmen des regulären Bauunterhalts abdecken. In diesem Bereich, so hieß es in der Sitzung, könne man aufgrund parkender Fahrzeuge kaum mehr wenden. Das Ingenieurbüro Sweco hatte dazu einen Vorschlag unterbreitet, der aber wegen der Kosten auf eindeutige Ablehnung stieß. 50000 Euro müsse man dafür vorsehen; auf einer eng beschriebenen Seite waren alle Einzelmaßnahmen im Detail aufgelistet worden. „Da stehen Preis und Leistung in keinem Verhältnis“, stellte Gerhard Faltermeier klar. Und Stefan Matzka ergänzte: „Ich muss in das Horn vom Gerhard blasen.“ Schmid meinte: „Ich stimme den Vorrednern zu. Ein sehr hoher Preis.“

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