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30.06.2020

Bekannt als „Presse-Sepp“: Josef Abt ist 70

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Das Bild von Josef Abt (natürlich mit Kamera in der Hand) hat Enkel Sebastian Tyroller geschossen.

Haben Sie schon mal Schwalben am Himmel beobachtet? – bestimmt. Haben Sie schon mal Schwalben gesehen, die im Sturzflug ihre Nisthöhlen in einer Sand-Steilwand anfliegen, um die Jungen mit Insekten zu füttern? – vielleicht. Aber haben Sie schon mal versucht, diese Hochgeschwindigkeitsflieger dabei zu fotografieren? – vermutlich nicht. Wenn ja, dann wissen Sie, wie viel Geduld und fotografisches Können es für ein Bild dieser Flugkünstler braucht. Josef Abt war auch stundenlang in der Sandgrube beim Rehlinger Hardhof und hat uns gestern die tolle Aufnahme geschickt, die sie heute auf Seite 33 sehen.

Dabei hatte der Rehlinger am Montag eigentlich was anderes zu tun, als die Zeitung zu beliefern. Denn gestern wurde Josef Abt 70 – seinen Geburtstag feierte er coronabedingt in kleinerem Kreis mit Familie, Freunden und Nachbarn. Das Bild hat er noch zuvor losgeschickt. Ganz einfach, weil es ihm so viel Freude gemacht hat, die Schwalben zu beobachten, zu fotografieren – und andere daran teilhaben zu lassen. Seit fast fünf Jahrzehnten ist Josef Abt als freier Mitarbeiter der Aichacher Nachrichten mit Stift, Block und Kamera unterwegs und nicht nur in Rehling ist er als „Presse-Sepp“ bekannt wie ein bunter Hund. Über den Spitznamen muss er übrigens selber lachen.

Wer schon mal in der Lechrainregion auf einer Veranstaltung war, hat ihn bestimmt getroffen. Ob Kommunalpolitik, Vereinsleben, Sport oder Kultur – Josef Abt (Kurzzeichen: at) ist immer dabei und die Leser sind bestens informiert. Angefangen hat das vor fast 50 Jahren mit dem Schriftführerposten bei den Rehlinger Alpenrose-Schützen und ersten Berichten ab 1972. Schnell bekamen immer mehr Vereine mit, dass ihr Anliegen bei at in guten Händen ist. Aber es folgte natürlich auch manch „heiße“ Geschichte. Beispielsweise die großen Proteste und Diskussionen um ein angedachtes Atomkraftwerk bei Rehling in den 70er-Jahren und vieles andere. Das alles lief neben seinem Beruf sowie vielen Aktivitäten und Funktionen bei den Vereinen.

Jetzt in der Rente bleibt dem aktiven Schützen und Sänger (Kirchenchor und Hoagartensänger) etwas mehr Zeit zum Fotografieren und Schreiben. Zu seinen „Lieblingsbeschäftigungen“ gehören die drei Enkel, die natürlich auch wie viele andere gestern dem Opa herzlich zum „Runden“ gratulierten. Dem schließt sich die Redaktion der Aichacher Nachrichten an. Mit seinem besonderen Auge für Natur, Landschaft und Menschen im Wittelsbacher Land hat er vielen hier mit seinen Bildern erst gezeigt, wie schön die Heimat vor der Haustüre ist. Wir sagen – vor allem im Namen unserer Leser – Danke dafür. Und wir wünschen ihm und seiner Familie, dass die Schwalben noch viele Jahre ganz viel Glück bringen. (cli)

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