1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Bekommt Baar bald eine eigene Kinderkrippe?

Sitzung

28.10.2017

Bekommt Baar bald eine eigene Kinderkrippe?

Gibt es in Baar den Bedarf für eine eigene Kinderkrippe? Der Gemeinderat möchte das prüfen.
Bild: Symbolfoto: Ida König

Kleine Gemeinde will mehr Kinder in ihren Kindergarten holen. Johanna Ruisinger bringt noch eine weitergehende Idee ins Spiel.

Für eine kleine Gemeinde wie Baar ist es keineswegs selbstverständlich, dass sie über eine Schule und einen Kindergarten verfügt. Derzeit sieht es ganz danach aus, dass ihr beide Einrichtungen erhalten bleiben. In der Sitzung des Gemeinderats wurden am Donnerstagabend verschiedene Vorschläge unterbreitet, wie man Kindergarten und Schule sichern könnte.

Von Bürgermeister Leonhard Kandler war zu hören, dass es einen Rohrbruch bei der Schule gab, der aber bereits behoben worden ist. Johanna Ruisinger berichtete, dass Ende des Monats die für die Mittagsbetreuung zuständige Dame ihren Dienst beendet, eine Nachfolgerin sei aber bereits engagiert und seit dem 16. Oktober aktiv. Derzeit betreut sie sechs Kinder, am Montag kommt ein weiteres dazu. „Freuen wir uns, dass es so gut angenommen wird“, erklärte Ruisinger. Das sei „eine positive Überraschung“.

Josef Schmidt verlangte variablere Öffnungszeiten für den Kindergarten: „Die Familien sind dankbar.“ Nun soll der Bürgermeister mit der Kirchenstiftung reden. Andreas Winter fuhr fort: „Wir sollten junge Familien anschreiben.“ So könnten sie auf die Angebote im Ort hingewiesen werden. Außerdem solle man seiner Auffassung nach auch die Familien ansprechen, die ihre Mädchen und Buben in auswärtigen Kindergärten unterbringen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Christine Winter-Bächer regte an, die Zahl der Krippenplätze in der Umgebung zu erfragen. Johanna Ruisinger ging noch einen Schritt weiter: „Wir sollten uns Gedanken machen über eine eigene Krippe.“ Das heißt konkret: Wie sieht der Platzbedarf aus, wie könnte das Ganze finanziert werden, wo wäre ein geeigneter Standort? Dieter Zach plädierte dafür, mit 15 Buben und Mädchen zu kalkulieren.

Hochwasserschutz in Baar Josef Schmidt hat sich, wie angekündigt, intensiv mit dem Hochwasserschutz befasst. Nun zeigte er anhand einer Skizze, wie ein Stauwerk aussehen könnte. Dieter Zach reagierte sichtlich erfreut: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Vor weiteren Beratungen darüber sollen Angebote eingeholt werden, was ein Stauwerk nach dieser Vorlage aus Holz oder Stahl kosten würde.

Windräder in Riedheim Vom Windpark Riedheim (Holzheim, Kreis Donau-Ries) gehen nach Ansicht von Baarer Bürgern zu hohe Belastungen für sie aus. Die Nachbargemeinde Holzheim hat wissen lassen, dass sie keine eigenen Messungen vornehmen wird. Das soll aber in Kronach geschehen, dort steht eine baugleiche Anlage. Johanna Ruisinger konnte diese Vorgehensweise nicht verstehen. Die Zweite Bürgermeisterin wies darauf hin, dass es sich in Kronach um ein ganz anderes Gebiet, eine andere Topografie und andere Windverhältnisse handle. Sie sagte: „Das kann ich nicht nachvollziehen, wie das funktionieren soll.“

Keine Windkraft im Brand Ruisinger sprach auch die jüngste Sitzung des Regionalen Planungsverbanda an. Dort wurde festgestellt, dass viele Flächen heute auf Grund der 10H-Regelung für Windräder nicht mehr in Betracht kommen. Bei anderen wie dem Waldgebiet „Brand“ teils auf Baarer Flur spricht der Artenschutz dagegen (wir berichteten auasführlich). Der Baarer Bürgermeister gehört dem Regionalen Planungsverband nicht an.

Entwidmung von Feldwegen Über die geplante Teil-Entwidmung der Feldwege „Mooswiesen“ in der Gemarkung Heimpersdorf wurde diesmal nur kurz gesprochen. Kandler teilte mit, dass am Dienstag ein mehrstündiges Gespräch aller Beteiligten stattgefunden hatte. Dabei seien „gravierende Differenzen“ und Missverständnisse zu Tage getreten, so dass es nun zu einer Nachverhandlung kommen wird. Andernfalls, so fürchtet Kandler, könnte die Angelegenheit vor dem Verwaltungsgericht landen.

Im Baarer Gemeinderat notiert

Freizeithütte in Lechlingszell Für eine Freizeithütte im Ortsteil Lechlingszell lag seit einem halben Jahr ein Antrag vor. Dieses Thema hat sich erledigt, weil der Gemeinde mitgeteilt wurde, dass das Gebäude verkauft, abgerissen und abtransportiert werden soll.

Zuschuss für Familienpflegewerk An das Familienpflegewerk Aichach wird die Gemeinde Baar wie im Vorjahr 250 Euro überweisen. Andrea Mayr, in dieser Einrichtung für die Einsätze zuständig, soll in einigen Monaten im Gemeinderat ihre Arbeit präsentieren.

Konzept für Energie Die Präsentation eines Energiekonzepts hat sich verzögert – offensichtlich deshalb, weil beim zuständigen Ingenieurbüro viele Unterlagen zu spät eingingen. Ende November sollen dessen Erkenntnisse dem Gemeinderat vorgestellt werden.

Saubere Straße Norbert Reiter hatte vor geraumer Zeit bereits darauf hingewiesen, dass auf einem Gehsteig das Gras weggeschnitten werden sollte. Er monierte: „Bisher ist nichts passiert.“ Nun erwägt die Gemeinde, den Bauhof damit zu beauftragen und die Kosten dem Besitzer des Grundstücks in Rechnung zu stellen.

Maßnahmen an Bächen Auch bei der Bachsanierung sieht Reiter die Kommune im Rückstand. Seine Forderung: Man solle die Grundstücksanrainer mit ins Boot nehmen. Die Angelegenheit ist für die nächste Sitzung des Gemeinderats erneut vorgesehen. (jeb)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20_DSC9509.tif
Ausstellung

JVA Aichach: Knast und Kunst harmonieren

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden