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Gemeinderat I

11.05.2018

Bekommt Baar einen Waldkindergarten?

Waldkindergärten sind zu einem Trend in der Kinderbetreuung geworden. Auch die Gemeinderäte in Baar diskutieren, ob dort eine solche Einrichtung geschaffen werden soll.

Rätin Christine Winter-Bächer verfolgt ihren Antrag weiter und will eine solche Einrichtung realisieren. Das soll im Kindergarten Platz für Krippe schaffen. Doch Bürgermeister sieht ein neues Angebot eher als Konkurrenz

Christine Winter-Bächer lässt nicht locker. Abermals fragte sie am Dienstag in der Sitzung des Gemeinderats nach, was aus ihrem Prüdungsantrag geworden sei, ob in Baar ein Waldkindergarten realisierbar wäre. Bereits in der Februar-Sitzung hat die Gemeinderätin den Antrag überreicht. Regelmäßig fragte sie seither nach. Abermals verwies Bürgermeister Leonhard Kandler darauf, dass Peter Fesenmeir von der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pöttmes in einer der nächsten Sitzungen sprechen solle. Doch das war der Rätin zu wenig: „Herr Kandler, haben Sie meinen Antrag gelesen?“, fragte sie ganz gezielt und mehrfach nach.

Dann zeigte sich, was sich eigentlich hinter Winter-Bächers Antrag verbarg: Es geht zum einen um die Möglichkeit, einen Waldkindergarten in Baar zu eröffnen. Und es geht noch um etwas anderes, wie Johanna Ruisinger ergänzte: „Wir wollen eine Krippe. Wir wollen andere Öffnungszeiten.“ Der mögliche Waldkindergarten habe in diesem Gedankenkonstrukt die Rolle, Platz im Kindergarten St. Laurentius zu schaffen. Idealerweise Platz für eine Krippe.

Kandler fürchtet hingegen, mit dem „neuen“ Kindergarten eine Konkurrenzsituation für den Kindergarten St. Laurentius zu schaffen. „Aktuell sind die zwei Gruppen nicht voll“, erklärte er. Christine Winter-Bächer sieht die Situation anders: Die Gemeinde habe im Neubaugebiet Platz geschaffen für junge Familien. Um den Traum vom Eigenheim finanzieren zu können, müssen heutzutage auch Mütter arbeiten. Kurz um: Viele Eltern geben ihre Kinder in eine Krippe. Der Bedarf sei da.

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Gemeinderat Andreas Winter zeichnete einen wahrlich düsteren „Rattenschwanz“ auf, der sich ergeben könnte, wenn die Gemeinde nicht auf moderne Betreuungsformen setzt: Die Kinder gehen außerorts in die Krippe, außerorts in den Kindergarten und außerorts in die Schule. Auch Werner Wörle meldete sich zu Wort.

Er forderte bis zur nächsten Sitzung eine Vorstellung der Situation seitens der Verwaltungsgemeinschaft Pöttmes: „Seit einem Vierteljahr ist nichts passiert.“

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