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Veranstaltung

23.10.2017

Berufsfindungstag in Aichach präsentiert 170 Berufe

Großer Andrang herrschte auch heuer wieder beim Berufsfindungstag in Aichach in der Vierfachturnhalle beim Gymnasium.
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Großer Andrang herrschte auch heuer wieder beim Berufsfindungstag in Aichach in der Vierfachturnhalle beim Gymnasium.
Bild: Gerlinde Drexler

Rund 80 Unternehmen beteiligen sich an Aktion des Rotary Clubs Schrobenhausen-Aichach. Das Angebot wird bei der zwölften Auflage von jungen Leuten gut genutzt

Über 170 verschiedene Berufe stellten die rund 80 Firmen am Samstag beim Berufsfindungstag in der Vierfachturnhalle am Gymnasium in Aichach vor. Die klare Empfehlung von Jürgen Schenk, Präsident des Rotary Club Schrobenhausen-Aichach an die Schüler: „Nutzt die Chance und fragt den Leuten Löcher in den Bauch.“ Organisiert von der Firma Haimer, veranstalten die Rotarier den Berufsfindungstag bereits zum zwölften Mal. Erstmals gab es heuer ein spezielles Angebot für junge Flüchtlinge, die einen Ausbildungsplatz suchen.

Das Spektrum ist vielfältig. Die Firmen kommen aus den Bereichen Handel, Handwerk, Industrie und Verwaltung. Auch kommunale und staatliche Arbeitgeber, wie das Landratsamt oder die Bundeswehr, sind mit Infoständen vertreten und stellen ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. Eine Rekordzahl von Unternehmen hätte sich für den Berufsfindungstag beworben, sagte Rotary-Präsident Schenk. Zu viele, um alle in der Turnhalle unterbringen zu können.

Landrat Klaus Metzger sagte, das besondere Konzept des Berufsfindungstages mache ihn zu der mit Abstand „erfolgreichsten Veranstaltung dieser Art weit und breit“. Denn es gehe nicht nur darum, Berufe vorzustellen. Die Schüler sind auch aufgefordert, selbst aktiv zu werden, auf die Betriebe zuzugehen und sich zu informieren. Metzger riet den künftigen Auszubildenden, die Betriebe auf Möglichkeiten abzuklopfen: „Nutzt diese Chance. Besser werdet ihr es nicht bekommen.“

Dem schloss sich auch Aichachs Dritter Bürgermeister Karl-Heinz Schindler an. „Wenn ihr die Zeit nutzt und Gespräche führt, dann müsst ihr am Ende des Tages wissen, was Sache ist.“ Sein grundsätzlicher Appell: „Es muss uns gelingen, in Zukunft stärker in die Köpfe zu bekommen, dass duale Ausbildung ihren Wert hat. Nicht nur die akademische Ausbildung.“

Noah Menhart aus dem Aichacher Stadtteil Griesbeckerzell war einer von vielen Jugendlichen, die sich am Berufsfindungstag informierten. Der 14-jährige Realschüler hat schon eine Vorstellung, in welche Richtung es beruflich gehen soll. Er will einen kaufmännischen Beruf ergreifen. So weit ist die 13-jährige Michaela Euba aus Inchenhofen noch nicht. Sie nutzte den Tag, um sich sowohl über einen Praktikumsplatz als auch über einen Schulwechsel nach der achten Klasse zu informieren. Mutter Andrea Euba findet diese Möglichkeit sehr gut: „Meine Tochter erfährt aus erster Hand, auf was die Firmen Wert legen.“

Im Bewerberforum haben die Schüler Gelegenheit, sich von Fachleuten bei Bewerbungen beraten zu lassen. In den vergangenen Jahren seien sie vom Andrang schier erschlagen worden, sagte Helmut Müller. Diesmal lief es etwas ruhiger an. Heuer standen allerdings auch drei und nicht wie bisher zwei Fachleute für Fragen zur Verfügung. Eine spezielle Informationsveranstaltung für neu Zugewanderte bot das Bildungsbüro Aichach-Friedberg unter anderem mit dem Verein Ausbilden.Arbeiten.Unternehmen (A.A.U) im Pavillon beim Gymnasium an. Dort informierten Vertreter verschiedener Firmen über Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Betrieben.

Vom Berufsfindungstag profitieren nicht nur die Schüler, sondern auch die Betriebe. Er bekomme anschließend immer sehr viele Anfragen für Praktika sowie Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz, sagte Josef Hofberger aus dem Kühbacher Ortsteil Unterbernbach. Er ist mit seinem Maschinen- und Metallbaubetrieb von Anfang an dabei. „Es ist relativ wenig Aufwand und man hat in ein paar Stunden sehr viel Kontakt“, so der Firmenchef. Gerade im produzierenden Gewerbe sei es schwer, Auszubildende zu finden, weiß er aus Erfahrung. Er schätzt die Veranstaltung, weil er hier mit vielen interessierten Jugendlichen in Kontakt kommt. Im persönlichen Gespräch werde von den Schülern relativ detailliert nachgefragt, stellte er fest.

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