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Benefizveranstaltung

07.01.2019

Beschwingter Auftakt mit Aichacher Neujahrskonzert

Gemeinsam auf der Bühne beim Aichacher Neujahrskonzert: (von links) Monika Rebholz, Wolfgang Schwaniger, Lars Redlich, Iva Schell und Andreas Sauerzapf, im Hintergrund das Salonorchester
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Gemeinsam auf der Bühne beim Aichacher Neujahrskonzert: (von links) Monika Rebholz, Wolfgang Schwaniger, Lars Redlich, Iva Schell und Andreas Sauerzapf, im Hintergrund das Salonorchester
Bild: Erich Echter

Erstklassige Sänger begeistern mit ihrem Können beim Aichacher Neujahrskonzert und zeigen viel Humor. Der Erlös geht an die Kartei der Not. 

Die Überraschung war Günter Schulzke gelungen. Beim Neujahrskonzert im Aichacher Pfarrzentrum am Samstag präsentierten Solisten nicht nur einen schwungvollen Cocktail beliebter Evergreens aus der Welt der Operette und der Musicals.

Schulzkes Überraschungsgast, die zwölfjährige Sophia Thumm, begeisterte das Publikum mit ihrem Geigenspiel. Von den vielen Höhepunkten des Abends war das für viele Zuhörer ein besonderer. Der Reinerlös des Konzerts geht an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung.

Es ist immer wieder ein besonderer Start in das neue Jahr: Beim Neujahrskonzert treten erstklassige Solisten auf, die ihr Programm mit Witz und Humor sowie kabarettistischen Einlagen würzen. Als „Conférencier“ aus dem Musical „Cabaret“ gab Andreas Sauerzapf das Motto des Abends vor: „Lasst Eure Sorgen zuhause! Hier bei uns ist das Leben wunderschön!“ Der Wiener Spieltenor ist seit 2010 Ensemblemitglied der Staatsoperette Dresden und wird dort auf Grund seiner Vielseitigkeit umfangreich eingesetzt. Seine vielen Facetten zeigte er auch auf der Bühne des Pfarrzentrums, wo er das Publikum unter anderem als Moderator mit lustigen Gedichten unterhielt.

Beschwingter Auftakt mit Aichacher Neujahrskonzert
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Neujahrskonzert in Aichach
Bild: Erich Echter


Aichacher Neujahrskonzert: das war alles geboten

Die Solisten des Konzertes waren zum Teil weit angereist. Die Sopranistin Iva Schell war am Jahresende noch in Amerika auf einer Silvestergala aufgetreten. Sie sei direkt mit dem Tretroller über den großen Teich gekommen, sagte Sauerzapf mit einem Schmunzeln. Und tatsächlich kam Schell mit einem Roller auf die Bühne: Passend zu ihrem Lied „Ich bin die Christl von der Post“ aus Carl Zellers Operette „Vogelhändler“. Für Lacher sorgte Schell bei einem Trinklied, als sie mit Sektflasche und Glas in der Hand scheinbar betrunken singend und lachend über die Bühne torkelte. Das Publikum belohnte den Auftritt, bei dem sie (upps) auch etwas Sekt auf der Bühne vergoss und sich sogar übermütig ein paar Tropen über den Kopf laufen ließ, mit viel Applaus.

Auf der ganzen Welt unterwegs ist Wolfgang Schwaninger. Der Terminkalender des Tenors ist voll. Kommende Woche werde Schwaninger in einem Theater in Polen in Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ auftreten, erzählte der Moderator. Und Schulzke, Organisator des Neujahrskonzertes, verriet, dass seine langjährige Freundschaft mit Schwaninger der Grund ist, warum der Tenor trotz vollen Kalenders nach Aichach kam.

Keine Mühen gescheut hatte Schulzke auch, um mit Lars Redlich einen der gefragtesten Musical-Darsteller überhaupt auf die Bühne zu bekommen. Er sang unter anderem die Liebesballade aus dem neuen Musical „Ghost – Nachricht von Sam“ oder „Maria“ aus dem Klassiker West Side Story.

Aichach: Monika Rebholz springt beim Neujahrskonzert ein

Applaus gab es, als Redlich seine „weibliche Seite“ zeigte und ein Medley aus Liedern von Sängerinnen sang. Unter anderem mit Whitney Houstons „I will always love you“, Celine Dions „The Power of Love“ oder „Mädchen“ von der Band Lucielectric.

Für die erkrankte Sopranistin Stefanie Braun war Monika Rebholz eingesprungen. Sie schloss ihr Studium im Fach Opern- und Konzertgesang am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium ab und gewann im gleichen Jahr den Kulturförderpreis der Stadt Augsburg. Weltweite Konzerttourneen führten sie in die berühmte Konzertsäle, wie das Gewandhaus in Leipzig, die alte Oper in Frankfurt, die Glocke in Bremen oder das Kurhaus in Baden Baden.

Die Überraschung des Abends war Sophia Thumm. Die Zwölfjährige spielt seit rund fünf Jahren Geige. Mit vier Jahren habe sie wegen Lungenproblemen begonnen Blockflöte zu spielen, erzählte sie. „Aber dann habe ich mich irgendwann für Geige begeistert.“ Bei „Jugend musiziert“ gewann Thumm bereits einige Preise. Von ihrem Auftritt waren auch die Solisten beeindruckt. „Da müssen wir uns warm anziehen“, sagte Sauerzapf.

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