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Aichach

09.05.2015

Besuch der Kochprofis: Betreiberin kritisiert die Sendung

Die Inhaber sind nach der Ausstrahlung unglücklich mit den im Fernsehen gezeigten Ausschnitten.
Bild: Niklas Molter

Nach der Ausstrahlung der Sendung "Die Kochprofis – Einsatz am Herd" kritisieren die Betreiber des Aichacher Lokals deren Konzept. Den Köchen selbst machen sie aber keinen Vorwurf.

Am Tag nach der Ausstrahlung klingt Sabina Meggle-Würz ein wenig niedergeschlagen. Ob sie die Folge am Donnerstagabend angeschaut habe? „Ja, leider“, sagt die Gastronomin.

Rund 16 Stunden zuvor waren Meggle-Würz und ihr Mann Rudolf Würz, die Betreiber des Sempre Gusto auf dem ehemaligen Milchwerkgelände in Aichach, im Fernsehen zu sehen gewesen. Ende März hatten die Köche Frank Oehler, Ole Plogstedt und Andreas Schweiger aus der RTL II-Sendung „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“ sie besucht. Ihr Auftrag: dem Lokal ein wenig unter die Arme zu greifen und zu mehr Gästen wie Umsatz zu verhelfen.

Betreiber des Sempre Gusto haben Tage mit "Kochprofis" eigentlich genossen

Betreiberin Meggle-Würz und ihr Mann hatten sich selbst bei der TV-Sendung beworben. Die Produktionsfirma habe ihr versichert, man werde ihre Köche „nicht in die Pfanne hauen“, sagte Meggle-Würz unserer Zeitung vor Beginn der Dreharbeiten.

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Nun, nachdem die Folge über die Bildschirme geflimmert ist, sagt sie: „Es ist leider etwas anders herübergekommen als gedacht.“ Anstelle ihrer Köche habe man sie und ihren Mann „in die Pfanne gehauen“. Soll heißen: als völlig überfordert dargestellt.

Tatsächlich wirkten die Inhaber und ihr Team beim Abschlussabend im März angestrengt, aber zufrieden: Man habe die Tage mit den „Kochprofis“ genossen, sagte das Betreiberpaar damals. Im Fernsehen dagegen wirkt die Folge aus Aichach ein wenig anders: hektischer, lauter, zugespitzter. „Sie sind nicht die Richtigen für den Laden“, heißt es an einer Stelle aus dem Mund von „Kochprofi“ Schweiger. Minuten später ist wieder Friede, Freude, Eierkuchen.

Konzept der RTL II-Sendung sei "auf einen draufzuhauen"

„Der Abschlussabend war eigentlich schön, aber er wurde als Chaos dargestellt“, sagt Meggle-Würz. Was von den dreitägigen Dreharbeiten gesendet werde, sei „schon wenig“. Die Inhaberin kritisiert, die Folge habe sich auf eins konzentriert: die schlechten Zahlen, die zudem mehrfach falsch genannt worden seien.

Den drei TV-Köchen will sie deswegen allerdings keinen Vorwurf machen: Was am Ende ausgestrahlt werde, sei nicht deren Entscheidung. Das Konzept der Sendung sei offenbar, „auf einen draufzuhauen“. „Das verkauft sich gut.“ Der Umsatz des Lokals stieg laut der Inhaberin nach dem TV-Besuch nur kurzzeitig. Ob sie sich nochmals bei den „Kochprofis“ bewerben würde? Die Frage beantwortet Meggle-Würz mit einem klaren „Nein“.

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