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Aichach/Sielenbach/Dasing

15.02.2016

Besucheransturm unterm Windrad

Florian Bichler, Geschäftsführer der Energiebauern, informierte über die technischen Daten der Windräder. Hunderte Besucher strömten auf die Baustelle.
Bild: Erich Echter

Bis zu 1000 Menschen informierten sich am Sonntag an der Windkraftanlage Sielenbach II über Ausmaße und Technik.

Aichach/Sielenbach/Dasing Ein regelrechter Besucheransturm herrschte am Sonntagnachmittag bei der dritten Baustellenbesichtigung im Windpark Blumenthaler Forst. Aus dem ganzen Wittelsbacher Land sowie aus dem Nachbarlandkreis Dachau strömten Besucher zu der neuen Windkraftanlage bei Gollenhof und drängten regelrecht auf die Baustelle „Sielenbach II“, um sich dort über die technischen Abläufe zu informieren. Rede und Antwort standen Florian Bichler, Geschäftsführer der Energiebauern, sowie Bauleiter Johannes Bartke.

Pünktlich, als sich die erste Besuchergruppe an der Baustelle informierte, begann das Ende Januar montierte Windrad (wir berichteten), sich zu drehen. Sepp Bichler, wie seine Söhne Florian und Martin Geschäftsführer der Energiebauern, erzählte: „Wir hatten eine kurze Windpause. Am Samstag ist das Rad dann ganzen Tag gelaufen.“ Die häufigsten Fragen drehten sich um die maximale Leistung der Anlage, Länge der Flügel, Höhe des Windrads und die Lage der Einspeisungspunkte.

Bauleiter Johannes Bartke erläuterte, dass man mit dem ersten Windrad noch im Probebetrieb sei. Dabei würden Getriebe und Turbine getestet. Die Anlage laufe im niedrigen Leistungsbereich. Sie ist auf 20 Jahre Betrieb ausgelegt. Danach soll untersucht werden, ob die Anlage weiter betrieben werden kann.

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Bau und Verkabelung des ersten Windrads kosten bis zu 4,8 Millionen Euro

Die Kosten für die Errichtung und Verkabelung eines Windrades liegen bei bis zu 4,8 Millionen Euro. Für den Rückbau sind 85000 Euro kalkuliert. Auf dem 21,5 mal 21,5 Meter großen Fundament lastet das Gewicht des Windrades von 2700 Tonnen.

Florian Bichler räumte mit Gerüchten auf, wonach die Anlage 20 Prozent der Energie selbst verbrauche: „Der Eigenverbrauch ist gering.“ Der Einspeisungspunkt der drei Windräder bei Gollenhof und Rieden liegt am Kreuzungspunkt von Autobahn A8 und der Bahnlinie Augsburg–Ingolstadt nahe Dasing. Als Einspeisungsentgelt bekommen die Energiebauern 8,8 Cent pro Kilowattstunde. Als Höchstleistung kann ein Windrad fünf Millionen Kilowattstunden im Jahr liefern.

Wann es mit zweitem Windrad weitergeht, ist offen

Wann es mit dem benachbarten zweiten Windrad weitergeht, liegt im Verantwortungsbereich des Windturbinenbauers Nordex mit Stammsitz Rostock. Bauleiter Bartke sagte: „Die Lieferfirma Nordex hat gerade an allen Baustellen in Deutschland Probleme.“ Im Internetportal der Windkraftanlagenbauer ist zu lesen, dass die Zahl der Aufträge steigt. In Bayern, dem fünftgrößten Windmarkt in Deutschland, entfällt auf Nordex demnach ein Anteil von rund 50 Prozent. Dort brachte der Hersteller 80 Anlagen vom Typ N117/2400 ans Netz.

Dafür, dass an der Baustelle alles verkehrstechnisch klappte, sorgte die Freiwillige Feuerwehr Sielenbach. Die parkenden Autos der Besucher reichten von Gollenhof bis fast nach Laimering, die Ränder der Straße nach Rieden waren ebenfalls weitgehend zugeparkt. Bis 15 Uhr dürften es an die 1000 Besucher gewesen sein, die sich bei den Führungen über Technik und Leistung der Windräder informierten.

Bei uns im Internet finden Sie eine Bildergalerie zur Montage des ersten Windrads.

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