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Musik

10.07.2018

Besucheransturm zum Aindlinger Sommerkonzert

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3 Bilder
Die Sängerinnen und Sänger der Aindlinger Liedertafel gestalteten ein vielseitiges musikalisches Programm zum Thema „Liebe“.
Bild: Albertine Ganshorn

In der Schule am Lechrain erlebt die Aindlinger Liedertafel einen wahren Besucheransturm. Sie begeistert mit mitreißenden Liedern über die Liebe.

Trotz bestem Grill- und Badewetter platzte die Aula der Mittelschule Aindling am Sonntagabend fast aus allen Nähten: Die Liedertafel Aindling gab ihr Sommerkonzert. Diesmal drehte sich alles um das Thema „Liebe“.

Der Aindlinger Chor stellte den Abend unter das Motto „Odi et amo“. Die eigentliche Übersetzung: „Ich hasse und ich liebe“ wurde für dieses Konzert umformuliert in „Liebe und andere Katastrophen“. Chorleiterin Brigitte Golling stellte ein facettenreiches Programm zusammen. Ob Oper, Operette, Kunstlied oder allgemein bekanntes Volkslied, die Liebe und ihre Auswirkungen nehmen auch in der Musik einen großen Raum ein.

Die Akteure des Chores wurden unterstützt von der Mezzosopranistin Veronika Golling und dem Tenor Michael Birgmeier. Beiden gelang es, den Inhalt ihrer Lieder auch mimisch und mit ausdrucksstarker Gestik vorzutragen. Mit bestens ausgebildeten Stimmen überzeugten beide mit bravourösen Darbietungen aus Oper, Operette, aber auch beim Volkslied. Talentiert passten sie dabei ihre Stimmen perfekt dem Charakter der jeweiligen Musikrichtung an. Ein Hochgenuss für alle Besucher.

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Mit viel Spaß und nicht weniger musikalischem Können bot der vierstimmige Chor der Liedertafel Bekanntes und weniger Bekanntes Liedgut zum gewählten Thema. Bei „Horch was kommt von draußen rein“ überraschte die Besucher eine besondere Interpretation. Nicht melancholisch und ruhig, wie gewohnt, nein, dynamisch, fast schon aggressiv, wütend über das verlorene Liebchen, stimmgewaltig genial vorgetragen bis zum sentimentalen Schluss riss man die Besucher mit, die Geschichte mitzuerleben.

Herz oder Kopf?

Ein Schmunzeln entlockte auch die humorvoll in Szene gesetzte Arie aus der Oper „Carmen“. Die Männer als Aufreißer warteten schon sehnsüchtig auf das erklingende Pausenzeichen, um dann die Frauen der Zigarettenfabrik huldvoll zu umgarnen. Die ließen auch nicht lange auf sich warten, natürlich in Schürze und mit Zigarette. „Die Liebe von Zigeunern stammt“ fand riesigen Anklang beim Publikum. „Dein ist mein ganzes Herz“ aus der Operette „Land des Lächelns“ von Franz Lehar, exzellent dargeboten von Tenor Birgmeier, ließ aufhorchen.

Ob in der Liebe Herz oder Kopf entscheiden soll, war ein weiteres Thema des gesamten Chores. Während sich der Frauenchor einig war, dass er „Knuth“ gut findet und dies temperamentvoll mit süffisantem Schmunzeln zum Ausdruck brachte, klagte der Männerchor sein Leid. Eigentlich fühlt „Mann“ sich ja als Held, als Tiger, als Macher, bis, ja, bis er nach Hause kommt und hört: „Zieh die Schuh aus, trag den Müll raus und bleib zu Haus.“ Ja, das gewählte Thema Liebe bietet viele Facetten. Alle Besucher goutierten das eine oder andere mit Kopfnicken, Schmunzeln oder mit rhythmischem Klatschen.

Natürlich darf Wolfgang Kraemer auf keinen Fall unerwähnt bleiben, der nicht nur die Interpreten am Klavier hervorragend unterstützte, sondern auch als Solokünstler brillierte. Über den gelungenen Abend freuten sich auch die Ehrengäste Erwin Friedl, Peter Schmidberger, Marille Leert und die ehemalige Dirigentin der Liedertafel, Rebecca Heuberger. Die Gemeinde vertrat Gertrud Hitzler. Ein besonderer Dank ging an Rektorin Brigitte Beck und den Hausmeister der Schule, Karl Kölbl, für die Umbauhilfe. Mit dem musikalischen Fazit „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling“ in einer außerordentlich interessanten Chorbearbeitung schwungvoll, stimmgewaltig und humorvoll vorgebracht, verabschiedete sich die Liedertafel. Zum Schluss gab es den Hinweis, wer Lust am Singen hat, sei ab September jeweils montags zum Mitsingen willkommen.

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