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Dachau

29.06.2012

Betrunkener Fußballfan muss von den Gleisen gezogen werden

Die Frust nach der Niederlage gegen Italien saß bei den Fußballfans in ganz Deutschland tief.
Bild: dpa

Ein 23-Jähriger gab sich nach dem deutschen EM-Aus dem Frusttrinken hin und wankt bei Karlsfeld im Gleisbett. Ein 18-Jähriger wollte von einer Brücke springen.

Einigen Fußballfans fiel es in der Nacht auf Freitag offenbar schwer, die EM-Niederlage der deutschen Fußballmannschaft gegen Italien zu verkraften. Die Dachauer Polizei meldete mehrere Vorfälle mit stark alkoholisierten und frustrierten Anhängern. Während ein 23-Jähriger bei Karlsfeld von den Zuggleisen gezogen werden musste, drohte ein 18-jähriger Dachauer, von einer Brücke zu springen.

Brücke: Eine Streifenbesatzung der Polizei wurde gegen 23.15 Uhr vom Rettungsdienst zur Hilfe in den Fritz-Müller-Weg gerufen. Ein stark betrunkener 18-Jähriger hatte laut Polizei angeblich angekündigt, von der Brücke in die Amper zu springen, was sich jedoch schnell als nicht ernst zunehmende Drohung herausstellte. Bei der Vernehmung der Freunde stellte sich heraus, dass der Dachauer aus Frust eine halbe Stunde zuvor vier Plexiglasscheiben eines Einkaufswagenhäuschens zertrümmert hatte. Obwohl der junge Mann gerade im Sanka behandelt wurde, ging er plötzlich auf seine Freunde los und versuchte dann erfolglos zu fliehen. Er musste danach in der Arrestzelle ausnüchtern. Der Alkomatentest ergab nach Polizeiangaben zwei Promille.

Brutaler Schläger: Ebenfalls nach dem Fußballspiel wurde ein 15-jähriger Schüler vom einem noch unbekannten Täter brutal niedergeschlagen. Der Jugendliche war gegen 22.45 Uhr mit drei Freunden in der Dachauer Frühlingstraße unterwegs, als er mit einer männlichen Person verbal in Streit geriet. Wie die Polizei berichtet, versetzte der Täter dem aus Markt Indersdorf stammenden Opfer völlig unvermittelt einen Kopfstoß, verpasste ihm noch zwei Fausthiebe und trat ihm mit dem Knie in den Bauch. Der 15-Jährige sank zu Boden und wurde kurz bewusstlos. Er musste in eine Münchner Klinik. Hinweise erbittet die Dachauer Polizei unter Telefon 08131/561-0.

Zuggleis: Großem Glück und der Mitteilung eines aufmerksamen Zeugen sowie dem schnellen Einschreiten einer Streifenbesatzung hat ein 23-jähriger Unterschleißheimer, der auf der Bahnstrecke von Karlsfeld in Richtung München den Heimweg suchte, sein Leben zu verdanken. Am Freitagmorgen war der völlig betrunkene Mann laut Polizei mitten auf dem Gleisbett gewackelt. Ein Zeuge sah ihn und verständigte die Polizei. Der Mann hatte nach der Niederlage der DFB-Elf zum Frusttrinken begonnen. Mit zwei Promille im Blut hatte er die Schnapsidee mit der Bahnstrecke, die auch noch die völlig falsche war. Wie die Polizei erklärt, fuhren die verkehrenden Züge und S-Bahnen nach Eingang der Mitteilung auf Sicht. ull

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