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23.10.2013

Bienen reagieren auf Handys

„More than honey“ macht Besucher nachdenklich

Sielenbach Großen Anklang fand eine Filmvorführung von „More than Honey“ im Sielenbacher Gemeindesaal. Der Bund Naturschutz Adelzhausen/Sielenbach, hatte zu dieser Veranstaltung mit anschließender Diskussion eingeladen.

Eindrücklich schildert der Film mit dem übersetzten Titel „Mehr als Honig“, was Bienen leisten und wie sie der Mensch ausbeutet. In Europa liegen die Verluste an Bienenvölkern laut Mitteilung inzwischen bei jährlich bis zu 50 Prozent. In anderen Erdteilen wird sogar ein Schwund von bis zu 80 Prozent verzeichnet. Dies ist daher so beunruhigend, weil die Hauptarbeit der Bienen nicht aus der Honigproduktion, sondern in der Bestäubungsleistung besteht. Viele schädliche Faktoren wie Monokulturen, Pestizide oder Parasitenbefall werden im Film aufgezeigt.

Eine weniger bekannte, aber massive Beeinträchtigung stellt heute der Mobilfunk dar, was in der Diskussion erörtert wurde. Zum einen orientieren sich die Bienen entlang des natürlichen Erdmagnetfeldes, das nun von der technischen Strahlung überlagert wird. Zum anderen stört der Mobilfunk die Kommunikation der Bienen, da er auf derselben Frequenz wie der sogenannte Schwänzeltanz pulst. Erwähnung fand auch eine Schwächung des Immunsystems, da die Strahlung dem natürlichen elektromagnetischen Austausch der Zellen „dazwischenfunkt“. Diese Auswirkungen wurden bereits vor 40 Jahren von Dr. Ulrich Warnke nachgewiesen und vor Kurzem von der Freien Universität Berlin bestätigt.

Nach dem Austausch blieb eine nachdenkliche Stimmung bei den Besuchern zurück. Immerhin wissen sie nun aber auch, dass jeder helfen kann, die Entwicklung aufzuhalten. Zum Beispiel, indem das Handy nur im Notfall benutzt wird und wieder mehr das Festnetz. Oder, indem man möglichst insektenfreundliche Gewächse auf Balkon und im Garten pflanzt. (AN)

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