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Jubiläum

08.11.2017

Bildung ganzheitlich sehen

Die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Aichach-Friedberg feierte ihr 40-jähriges Bestehen im Pfarrzentrum St. Jakob in Friedberg.
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Die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Aichach-Friedberg feierte ihr 40-jähriges Bestehen im Pfarrzentrum St. Jakob in Friedberg.
Bild: Christine Schmid-Mägele

40 Jahre Katholische Erwachsenenbildung im Kreis. Gottesdienst und Festabend mit provokanten Fragen.

Die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Aichach-Friedberg feierte ihr 40-jähriges Bestehen. Den Festgottesdienst zelebrierten Domvikar Wolfgang Hacker, Dekan Stefan Gast und der Friedberger Stadtpfarrer Pater Steffen Brühl SAC. Zum anschließenden Festabend ging es in das Pfarrzentrum St. Jakob in Friedberg.

Was macht das „Katholische“ an der Erwachsenenbildung aus? Warum feiert man zum Jubiläum einen Festgottesdienst? Diese provokanten Fragen stellte Domvikar Hacker in seiner Predigt. Er wollte wissen, was „Bildung“ eigentlich bedeutet. Vielfach, so Hacker, müsse Bildung eine bestimmte Funktion erfüllen, müsse Nutzen bringen, stehe heute etwa im Dienste der Ökonomie und der Gesellschaft. Im Sinne eines europäischen Humanismus’ freilich werde Bildung ganzheitlich und umfassend gesehen – nicht allein die Funktion sei entscheidend, sondern auch das kritische Hinterfragen. Bei dem Dominikaner Meister Eckhart werde Bildung als etwas Kreatives angesehen, Gottes Schöpfung im Menschen. Ziel der Bildung sei es, Gott zu „erkennen“. Domvikar Hacker fasste es zusammen: „Katholische Erwachsenenbildung ist also auf mehr als ,nur‘ den Menschen ausgerichtet.“ Bildung bringe eine Gemeinschaft mit dem Schöpfergott, der den Menschen kreiert habe, mit sich. Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes hatte die Rehlinger Chorgemeinschaft unter der Leitung von Dina Tiljak-Schmoll übernommen. Beim anschließenden Festabend begrüßte der Vorsitzende Josef Oberhuber zahlreiche Gäste. Neben dem stellvertretenden Landrat Peter Feile war auch die Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr anwesend. Oberhuber freute sich, den Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Augsburg, Professor Adalbert Keller, und Geschäftsführerin Elke Tielke willkommen zu heißen. Nicht zuletzt dankte er den Mitgliedern des Vorstandes und des Beirates – allesamt Personen, die sich seit vielen Jahren für diese Wahlämter zur Verfügung stellten – und besonders der Geschäftsführerin im Landkreis Aichach-Friedberg, Sigrid Rosenberger. Josef Oberhuber betonte, dass es immer schwerer werde, interessante Themen und geeignete Referenten zu finden. 2018 sollen die Veranstaltungen – seien es Exkursionen, Vorträge, Führungen, Seminare – auch online zu finden sein. In einem kurzen Rückblick von Werner Schrom wurde auf die Anfänge der Katholischen Erwachsenenbildung eingegangen. Am 18. Januar 1977 wurde die Katholische Erwachsenenbildung von 73 Personen aus 27 Pfarreien gegründet. Von 77 Veranstaltungen im ersten Jahr steigerte man sich auf bis zu 400 Veranstaltungen in den Jahren zwischen 1992 bis 2001. Der Festabend klang aus bei Gesprächen und interessanten, auch provokanten Liedern von Sepp Raith, einem bayerischen Liedermacher. (chsm)

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