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Projekt

08.11.2014

Bildungsregion geht an den Start

Götz Gölitz (links) koordiniert das Projekt Bildungsregion im Landratsamt, das er mit Landrat Klaus Metzger (Mitte) und Jugendamtsleiter Bernd Rickmann vorstellte.
Bild: Katja Röderer

Landkreis will sich das Zertifikat des Kultusministeriums bis Sommer 2015 erarbeiten

Es soll mehr sein als einfach nur ein schmückendes Gütesiegel, das ist Landrat Klaus Metzger wichtig. Der ehemalige Schulamtsdirektor hofft, dass der Landkreis von dem Projekt „Bildungsregion Wittelsbacher Land“ tatsächlich nachhaltig profitiert. „Nach dem Erhalt des Zertifikats beginnt die Arbeit erst richtig“, sagt er. Mit einem Dialogforum geht das Vorhaben am Dienstag offiziell an den Start. Ziel: eine bessere Qualität der Bildung im Landkreis für jedermann. Und natürlich der Erhalt des Gütesiegels „Bildungsregion“ des bayerischen Kultusministeriums. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte im Bezirk Schwaben haben es bereits oder bemühen sich gerade darum.

Koordinator Götz Gölitz hofft, dass der Landkreis Aichach-Friedberg im Sommer des nächsten Jahres das Zertifikat erhält. Bis dahin ist jedoch noch einiges zu tun – und das ganz ohne finanzielle Unterstützung oder die Aussicht auf mehr Geld für Bildung, wenn das Siegel erst einmal erarbeitet ist.

Wie Koordinator Götz Gölitz erklärt, werden ab 24. November im Landkreis fünf Arbeitskreise zusammenkommen. Bis April treffen sich die Beteiligten, jeweils 15 bis 20 Teilnehmer pro Arbeitsgruppe, und diskutieren verschiedene Knackpunkte im regionalen Bildungssystem. Wer dabei sein will, kann sich noch bei Eva Donner im Jugendamt anmelden und mitdiskutieren (siehe Infokasten). In einem der fünf Arbeitskreise geht es um bessere Übergänge zwischen Kindergärten und den verschiedenen Schulen. Ein weiterer Arbeitskreis beschäftigt sich mit der Vernetzung von schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten, ein dritter diskutiert die Förderung von behinderten Schülern, Kindern mit Migrationshintergrund und Jungen und Mädchen in anderen schwierigen Lebenslagen. Der vierte Arbeitskreis widmet sich der ehrenamtlichen Arbeit junger Leute und ihrem gesellschaftlichen Engagement, eine fünfte Gruppe wird sich mit dem demografischen Wandel und den damit verbundenen Folgen für die Bildungsangebote vor Ort beschäftigen. Die Teilnehmer müssen zunächst feststellen, wie es momentan im Landkreis aussieht und dann den Bedarf ermitteln. Abschließend wird es darum gehen, Maßnahmen zur Verbesserung vorzuschlagen und die dafür anfallenden Kosten zu errechnen. Die nötigen Mittel müssen anschließend von den Kreisgremien genehmigt werden, bevor wirklich etwas verändert werden kann. In einem zweiten Dialogforum im Mai 2015 sind die Ergebnisse aus den Arbeitskreisen noch einmal Thema, danach wird die Bewerbung für das Zertifikat „Bildungsregion Wittelsbacher Land“ abgeschickt.

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Nachdem das Siegel kein Geld in die Kassen des Landkreises bringt, hoffen die Verantwortlichen darauf, von den Ergebnissen der Arbeitskreise langfristig zu profitieren. Der Leiter des Jugendamtes, Bern Rickmann, sagt: „Ich erhoffe mir schon eine verbesserte Koordination im Landkreis.“ Vertreter der Schulen, Kommunen, Jugendhilfeeinrichtungen, Wirtschaft und Arbeitsverwaltung sollen enger vernetzt werden, um das Bildungsangebot in der Region zu verbessern. (kabe)

findet am Dienstag, 11. November, in der Konradin-Realschule statt.

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