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Sitzung

17.04.2015

Biogasanlage darf erweitert werden

Die Biogasanlage in Echsheim (rechts) stinkt manchen Anwohnern gewaltig. Nun will der Betreiber die Leistung erhöhen. Der Pöttmeser Marktgemeinderat sprach sich vor anderthalb Jahren mehrheitlich dagegen aus. Das Landratsamt, das in diesem Fall die Entscheidungshoheit hat, genehmigte nun das Vorhaben.

Landratsamt genehmigt Vorhaben im Pöttmeser Ortsteil Echsheim. Marktgemeinderat äußert sich mehrheitlich dagegen. Ebenso einige Nachbarn

Die Biogasanlage im Pöttmeser Ortsteil Echsheim darf erweitert werden. Wie Pöttmes’ Bürgermeister Franz Schindele im Marktgemeinderat bekannt gab, hat das Landratsamt die Erweiterung im März genehmigt. Die Behörde hat in diesem Fall die Entscheidungshoheit. Die Marktgemeinde konnte während des Verfahrens lediglich eine Stellungnahme abgeben.

Diese fiel ablehnend aus. Eine Mehrheit des Gemeinderats konnte sich im September 2013 nicht mit dem Vorhaben der Firma Lenk Mathias und Manuela GbR anfreunden. Dieses hatte zuvor eine kontroverse Debatte ausgelöst. Wie berichtet, soll die Leistung der Anlage von 400 auf 530 Kilowatt erhöht werden. Die Biogasproduktion soll auf bis zu 2,3 Millionen Normkubikmeter steigen. 15 Gemeinderäte stimmten im September 2013 gegen das Vorhaben, darunter die Fraktionen von Bürgerblock und CSU sowie Helmut Drittenpreis (CWG). Fünf Räte der CWG votierten dafür: Gerhard Daferner, Erich Poisl, Robert Mitterhuber, Johannes Riedelsberger und Xaver Tyroller.

Helmut Schenke (Bürgerblock) hatte sich in der damaligen Diskussion entschieden gegen die Erweiterung der Biogasanlage ausgesprochen. In seinen Augen war die Anlage damals schon viel zu groß und stellte eine enorme Beeinträchtigung für die Echsheimer dar. Erich Poisl (CWG) hingegen sah keine Argumente gegen eine Leistungserhöhung. Ihm sei kein „nennenswerter Widerstand“ aus dem Ort bekannt, sagte er bei der Debatte im Herbst 2013.

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Allerdings lag dem Pöttmeser Rathaus schon damals eine Liste mit über 20 Unterschriften von Bürgern aus Echsheim vor. Sie befürchteten infolge der Erweiterung der Biogasanlage mehr Gestank, Lärm und Verkehr. Mathias Lenk war damals selbst Mitglied des Gemeinderats, hatte allerdings zum Zeitpunkt der Sitzung Urlaub und nahm deshalb nicht daran teil. Lenk war bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr nicht mehr angetreten. Er saß nun während der Gemeinderatssitzung in dieser Woche in den Reihen der Zuhörer, als der Bürgermeister die Genehmigung des Landratsamtes für die Erweiterung der Biogasanlage bekannt gab.

Auch von den anderen rund 20 Zuhörern waren einige wegen der Biogasanlage gekommen. Da das Landratsamt die Genehmigungsbehörde ist, gab es im Gemeinderat allerdings nicht mehr viel zu besprechen. Mirko Ketz (CSU) hätte gerne Einblick in den Genehmigungsbescheid bekommen, um mehr über die enthaltenen Auflagen zu erfahren. Geschäftsstellenleiter Ernst Abold verwies ihn jedoch dazu ans Landratsamt. Die Gemeinde dürfe den Bescheid nicht öffentlich machen. (nsi)

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