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09.06.2009

Blauäugig mit Butterfly-Messer aus Thailand eingereist

Aichach (jca) - Das fällt nur im jugendlichem Leichtsinn ein: im Urlaub in Thailand zwei Butterfly-Messer kaufen, diese in den Koffer stecken und damit einfach mal schnell nach Hause fahren.

Es war klar, dass der 19-Jährige aus dem Raum Aichach damit nicht durchkommen würde. Prompt nahm ihn am 25. Januar am Münchener Flughafen der Zoll zur Seite. Für den Verstoß gegen das Waffengesetz erhielt der inzwischen 20-Jährige gestern vom Aichacher Jugendrichter Dieter Gockel eine Verwarnung und 400 Euro Geldauflage.

Jugendrichter wundert sich

Dem jungen Mann, der alles andere als einen gewalttätigen Eindruck machte, attestierte Gockel "Blauäugigkeit". "Das weiß doch jeder, dass Butterfly-Messer unters Waffengesetz fallen. Am Flughafen hat man null Chancen damit durchzukommen", wunderte sich der Jugendrichter über die Naivität des Koch-Azubis.

Blauäugig mit Butterfly-Messer aus Thailand eingereist

Der Angeklagte gab freimütig an, es "nicht genau" gewusst zu haben. Zweifel an seiner Beteuerung, die Aktion habe "keinen gewalttätigen Hintergrund" gehabt, hegten allerdings weder Richter Gockel noch Staatsanwalt Christian Hanft. Dem 20-Jährigen auf der Anklagebank nahmen beide ab, dass er die Messer lediglich als Souvenir mit nach Hause genommen hatte, um seine Fingerfertigkeit zu üben. "Das war eine Dummheit", resümierte Anklagevertreter Hanft, der auch deshalb eine Verurteilung nach dem Jugendstrafrecht befürwortete.

Die Geldauflage muss der junge Mann in Raten an die Lebenshilfe zahlen.

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