1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Bleibt die Mauer am Friedhof?

Gemeinderat II

19.07.2018

Bleibt die Mauer am Friedhof?

An dieser Stelle ist es offensichtlich, wie marode die Friedhofsmauer in Obergriesbach ist, Sie war erneut Thema im Gemeinderat.
Bild: Katharina Wachinger

Das Bauwerk ist sanierungsbedürftig und soll durch einen Zaun ersetzt werden. Auch die Parkplätze waren ein Thema

Die Obergriesbacher hängen an der alten, sanierungsbedürftigen Mauer, die ihren Friedhof umgibt. Das war der Tenor der Gemeinderäte, die in der Sitzung am Dienstag zuhauf dieses Thema ansprachen. Eigentlich war Planer Paul Kienberger damit beauftragt worden, alle Wünsche rund um den Friedhof in eine Planung zu verpacken. Doch die kam nur mäßig an.

Auf die Frage, welche Idee Kienberger zur sanierungsbedürftigen Mauer habe, schlug dieser vor, stattdessen einen Zaun aufzustellen. Daraufhin trugen die Räte die Bedenken und Sorgen der Bürger vor. Bürgermeister Josef Schwegler erklärte, dass die Sanierung der Friedhofsmauer im sechsstelligen Bereich liege. Mit 160000 Euro müsse allein für einen Schenkel der U-förmigen Mauer gerechnet werden. Selbst der Verfechter des Mauerabrisses, Daniel Schulz, erklärte: „Ich wollte die Mauer immer weghaben, aber nach dem Echo aus der Bevölkerung wäre es besser, mit den Leuten zu reden.“ Hans Willer betonte, sich nicht über den Willen der Bürger hinwegsetzen zu wollen. Und Hans Greppmeier erklärte, er selbst könne sich den Friedhof ohne die Mauer nicht vorstellen und sei „positiv überrascht“ vom Umschwung. Dennoch habe das Thema für ihn nur „hinterste Priorität“.

Und damit meinte Greppmeier nicht nur die Planungen zur Friedhofsmauer und deren Sanierung, sondern auch die Planung Kienbergers zur Positionierung weiterer Parkplätze rund um den Friedhof. 30 neue Parkplätze wollte der Planer schaffen. Die sechs Meter lange Parkfläche sollte um zwei weitere Meter verlängert werden, um das Herausfahren auf der engen Straße gut zu ermöglichen. Rasengittersteine sollten die Oberfläche bilden. Doch diese Pläne warfen die Räte schnell über den Haufen: Lorenz Mahl war die Anzahl der Parkplätze deutlich zu hoch. Greppmeier stimmte ein und ergänzte, dass auch die Länge von acht Metern überdimensioniert sei. Diesen Punkt sah auch Manfred Kern so. Zudem erklärte er, dass Rasengittersteine die falsche Wahl für die Oberfläche wären. Schotterrasen sei hingegen die bessere Wahl. Hans Willer kürzte die Diskussion ab: Er begrüße eine Lösung, bei der mit einfachen Mitteln Parkplätze zu schaffen sind.

Einigung herrschte nur insofern, dass die Räte die Pläne – auch zur Versetzung des Brunnens in die Mitte des Friedhofes – sacken lassen, bevor sie sich um weitere Planungen rund um den Friedhof kümmern. (wak)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
KAYA1454.JPG
Sulzemoos

Schlangenlinien gefahren wegen Unterzucker

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket