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Bürgerversammlung

17.11.2018

Bürger diskutieren über Verkehr und Wasser

35 Zuhörer kamen zur ersten Bürgerversammlung von Petersdorfs Bürgermeister Dietrich Binder in den Gasthof Kügle. Souverän präsentierte der Rathauschef seinen Rückblick und stand danach Rede und Antwort.
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35 Zuhörer kamen zur ersten Bürgerversammlung von Petersdorfs Bürgermeister Dietrich Binder in den Gasthof Kügle. Souverän präsentierte der Rathauschef seinen Rückblick und stand danach Rede und Antwort.
Bild: Stefanie Brand

Bei seiner Premiere bekommt Petersdorfs Rathauschef Dietrich Binder viele Hausaufgaben mit: Im Kinderhaus herrscht akute Platznot. Der Schwerlastverkehr soll aus der Siedlung in Schönleiten verbannt werden

Lachend bestellte Petersdorfs Bürgermeister Dietrich Binder um 20.50 Uhr einen Schnaps im Gasthof Kügle in Petersdorf. Zu dieser Zeit war er noch nicht einmal mit seinem Teil des Vortrags fertig, in dem er in erster Linie zeigen wollte, was seit seinem Amtsantritt in der Gemeinde passiert ist.

Aus der Order wurde dann jedoch ein großes Glas Wasser. Das brauchte er auch. Zunächst nahm er die 35 Zuhörer in einer 87-seitigen Bildpräsentation mit auf die Reise zur rekultivierten Bauschuttdeponie, den Brunnenarbeiten, zum Gemeindeentwicklungskonzept und gut 20 weiteren Punkten in der Gemeinde. Es folgten viele Zahlen rund um die Gemeinde und die Finanzen (wir berichteten). Um 21.30 Uhr gab’s Applaus von den Zuhörern.

Nach einer kurzen Pause kamen die Bürger zu Wort. Binder sprach ein wichtiges Thema gleich selbst an: die Wassergebühren, die zum 1. November erhöht wurden. Wie schon in der Sitzung des Gemeinderats, in der die Erhöhung beschlossen wurde, betonte der Bürgermeister erneut, dass die in der Vergangenheit erhobenen Gebühren vor allem politischer Natur gewesen seien. „Die letzten acht Jahre hat die Gemeinde den Wasserpreis kräftig subventioniert.“ Dazu gab es vergleichsweise wenig Rückmeldung.

Als Binder erklärte, dass keine der großen Investitionen in die Wasserversorgung sich bis dato auf den Preis niedergeschlagen haben, wurde den Zuhörern klar: Der Preis wird weiter steigen. Was die Bürger dabei genau zu erwarten haben, konnte Binder nicht beantworten. Zu viele Faktoren seien unklar, wie etwa der Umfang und die Dauer der Finanzierung der Investitionen. Inhaltlich unterstrich er abermals, dass er das Wasserthema fest im Griff habe. Bis Ende 2019 müssen die beiden Brunnen final den Hohenrieder Brunnen ablösen können. Binder zeigte sich zuversichtlich, dass sein Plan aufgeht: „Ich bin guter Dinge.“

Mehr diskutiert wurde über die Siedlung in Schönleiten. Ins Protokoll kam der Wunsch derer, die dort wohnen: Sie möchten den Schwerlastverkehr aus dem Ortsteil beziehungsweise aus der Siedlung verbannen. Ein Straßenschild, das den Schwerlastverkehr aussperrt – ähnlich, wie vielerorts Dieselfahrzeuge ausgesperrt werden – wurde gefordert. Binder erklärte, dass er sich an eben dieser Stelle in einer Zwickmühle befinde: Der Feldweg müsse ebenfalls neu aufbereitet werden. Dieser liege aktuell so weit unter dem Niveau der Felder, dass hier Handlungsbedarf besteht. Über eine Lösung werden die Gemeindevertreter nachdenken.

Das Gebäude, in dem aktuell Krippen- und Kindergartenkinder untergebracht sind, platze buchstäblich aus allen Nähten. Tendenziell steigt die Anzahl der Kinder, die in der Krippe betreut werden müssen. Da das Problem kein Neues ist, behilft sich die Gemeinde aktuell bereits mit einer Notlösung: Der Mehrzweckraum wird als Gruppenraum genutzt. Ob es für diese genehmigungspflichtige Umnutzung erneut eine Erlaubnis gibt, ist aktuell unklar. Binder versprach, dieses Thema anzugehen. Er will mit dem Gemeinderat Möglichkeiten ausloten.

Auf Nachfrage gab Binder einen kurzen Abriss zum Gemeindeentwicklungskonzept. Ziel soll sein, die Ergebnisse der Arbeitskreise zusammenzutragen und einzureichen. Die Ergebnisse sind durchaus unterschiedlicher Natur. Während der Arbeitskreis Umwelt viel ehrenamtliches Engagement betreibt und in der Bürgerversammlung ebenso häufig namentlich erwähnt wurde wie die anderen freiwilligen Helfer im Ort, hat es der Arbeitskreis Gewerbe schwerer. Denn es ist nur schwer möglich, in die „Gewerbe-Glaskugel“ zu schauen.

Am Montag, 19. November, ab 19.30 Uhr findet eine zweite Bürgerversammlung im Vereinsheim Almenrausch statt.

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