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Inchenhofen

29.11.2019

Bürgerentscheid: Wie geht es mit dem Bürgermeister weiter?

Thomas Federlin (links) und Saskia Posch übergaben Anfang November an Bürgermeister Karl Metzger die 377 Unterschriften. Damit beantragten sie einen Bürgerentscheid über die Beibehaltung des ehrenamtlichen Bürgermeisters in Inchenhofen. Am 8. Dezember entscheiden nun die Inchenhofener.
Foto: Peter Posch (Archiv)

Plus Die Initiatoren des Bürgerbegehrens setzen sich in Inchenhofen für einen ehrenamtlichen Bürgermeister ein – und damit für Amtsinhaber Karl Metzger.

Viel mehr Besucher als erwartet, sind zu den Infoabenden der Initiatoren des Inchenhofener Bürgerbegehrens gekommen. „Wir waren sehr positiv überrascht“, sagt Thomas Federlin auf telefonische Nachfrage. Er initiiert zusammen mit Saskia Posch und Martin Arzberger das Bürgerbegehren, das sich für die Beibehaltung des ehrenamtlichen Bürgermeisters einsetzt. Termin für den Bürgerentscheid: Sonntag, 8. Dezember.

Die Ehrenamt-Befürworter und ihre Argumente

Nach Terminen in den Ortsteilen Oberbachern und Sainbach fand gestern im Hauptort Inchenhofen der dritte Infoabend statt, an dem die Initiatoren erklärten, warum sie sich für das Ehrenamt einsetzen. Da ist zum einen der Kostenfaktor. Ein ehrenamtlicher Bürgermeister würde die Gemeinde im Augenblick rund 48000 Euro pro Jahr kosten, führten die Initiatoren aus. „Bei einem hauptamtlichen bewegen wir uns Minimum bei 94000 Euro“, so Federlin. Ein ehrenamtlicher Bürgermeister sei auch die berufsfreundlichere Variante. „Er kann in seinem Beruf drin bleiben.“ Das Ehrenamt biete auch einer Frau die Möglichkeit, das Amt in Teilzeit auszuüben. Dazu kommt, dass gerade der Inchenhofener Bürgermeister Karl Metzger einen wahnsinnig großen Erfahrungsschatz mit einbringe und sich rund um die Uhr einsetze, sagt Federlin: „Wir bekommen einen hauptamtlichen Bürgermeister zum Preis eines ehrenamtlichen.“

Die Initiatoren sind für Karl Metzger als Bürgermeister

Die Initiatoren hätten nichts dagegen, wenn Metzger noch mal gewählt werden würde. Bei der nächsten Wahl müsse man sich anders aufstellen, so Federlin. „Was uns gegen den Strich geht, ist, dass acht Menschen diese Entscheidung jetzt kurz vor der Wahl treffen“, sagt er. Federlin meint damit den Antrag der CSU/Freie Wähler auf einen hauptamtlichen Bürgermeister. Die Gruppierung hätte genug Zeit gehabt, um diese Entscheidung anders anzugehen, findet er.

Der Ausgang des Bürgerbegehrens in Inchenhofen ist völlig offen

Die Diskussionen mit den Besuchern seien teilweise hitzig, aber größtenteils sachlich geführt worden, sagt Federlin. Eine Tendenz Richtung ehrenamtlich oder hauptamtlicher Bürgermeister ließ sich nicht klar erkennen. „Ich würde mir nicht zutrauen, vorauszusagen, wie dieser Bürgerentscheid ausgeht“, so Federlin. Er ist überzeugt, dass es stark von der Wahlbeteiligung abhängen wird. Als die Initiatoren vor ein paar Wochen Unterschriften für das Bürgerbegehren sammelten, machte er zwei Lager aus: Die einen seien deutlich pro Metzger gewesen, die anderen hätten den Bürgermeister kritischer gesehen, aber trotzdem selbst entscheiden wollen, wie das Amt in Zukunft ausgeübt wird. Wichtig wäre es den Initiatoren, den Gegenkandidaten zu kennen. „Man muss sich entscheiden, weiß aber noch nicht, was man beim Hauptamtlichen kriegt.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar Ja oder Nein zu Metzger in Inchenhofen

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