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Kühbach

08.11.2019

Bürgerversammlung: Böhm hält an drittem Bürgerbegehren gegen Kläranlage fest

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2 Bilder
Werner Böhm

Die Kühbacher haben kaum Fragen, erscheinen aber zahlreich. Die neue Kläranlage ist erneut Anlass für einen Wortwechsel.

Der Schuh drückte kaum jemand, trotzdem kamen mit 84 Besuchern am Donnerstag besonders viele zur Bürgerversammlung in Kühbach. Bürgermeister Johann Lotterschmid hielt nicht nur seinen üblichen Bericht, sondern fasste auch besondere Schlaglichter seiner 24-jährigen Amtszeit zusammen. Als 84. und letzter Besucher war Werner Böhm zur Versammlung gekommen. Er kündigte an, dass das dritte Bürgerbegehren gegen den Neubau der Kläranlage kommen werde.

In seinem Bericht ging Lotterschmid auch darauf ein, warum der Bau der Kläranlage unumgänglich gewesen war: „Seit 2000 wussten wir, dass es einen Neubau geben muss.“ Das Wasserwirtschaftsamt habe den Betrieb der überlasteten Kläranlage nur zugelassen, weil vereinbart war, dass gemeinsam mit Inchenhofen eine neue Anlage gebaut wird. Mitte 2020 wird die neue Verbandskläranlage in Betrieb gehen. Der Kühbacher Anteil in Höhe von rund vier Millionen Euro wird über einen Ergänzungsbeitrag finanziert.

Zwei Bürgerbegehren gegen Kläranlage laufen ins Leere

Zwei Bürgerbegehren gegen den Neubau, die beide von Werner Böhm initiiert worden waren, liefen beide ins Leere. Seiner Meinung nach sei auch nichts anderes zu erwarten gewesen, sagte der Bürgermeister. Ein drittes Bürgerbegehren, das Böhm bereits im September angekündigt hatte, könne nur noch den Rückbau der Anlage zum Inhalt haben, so Lotterschmid. Er ergänzte: „Daran glauben außer dem Antragsteller nur noch ganz wenige Fantasten.“

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Böhm konterte: „Ich kenne noch einen Fantasten – der wollte vor 20 Jahren schon eine neue Kläranlage haben.“ Er spielte darauf an, dass Kühbach 1998 schon einmal versucht hatte, mit Inchenhofen eine Großkläranlage in Paar zu bauen. Kommunalpolitischer Gegenwind vor allem aus Kühbach hatte das Projekt damals scheitern lassen.

Böhm hält an seinem Vorhaben fest, ein drittes Bürgerbegehren zu starten. Er betonte: „Es kommt ein neues Bürgerbegehren.“ Diesmal jedoch von Juristen ausgearbeitet. Böhm will sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen: „Es steht nirgendwo, dass wir unter Zeitdruck stehen und in einen Wettkampf mit Zweckverband und Lotterschmid eintreten müssen.“

Weitere Ausführungen Böhms unterband der Bürgermeister, indem er die Zuhörer fragte: „Gibt es weitere Wortmeldungen oder wollt ihr ihn noch länger hören?“ Böhm übergab den Pressevertretern Fotos unter anderem vom Radersdorfer Bahnhof. Er bemängelte den fehlenden Ausbau. Unter anderem fehle eine Anfahrtrampe für den Bus. Die Beleuchtung im Fußgänger- und Radfahrertunnel von Kühbach nach Paar sei mangelhaft. (drx)

Die nächste Bürgerversammlung ist am Donnerstag, 14. November, um 19.30 Uhr beim Dorfwirt in Großhausen.

Die erste Nominierungsversammlung in der Gemeinde ist die der Freien Wählergemeinschaft Haslangkreit. Sie findet am Freitag, 22. November, um 18.30 Uhr beim Dorfwirt in Großhausen statt.

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