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Aindling-Stotzard

13.02.2016

Bürgerversammlung: Kritik an AVV und zu gefällter Linde

Die Linde war ein markanter Baum am nordöstlichen Ortseingang von Stotzard. Daran, dass sie gefällt wurde, regte sich auch bei der Bürgerversammlung in dem Aindlinger Ortsteil erneut Kritik. 
Bild: Archivfoto: Martin Golling

Bei der Bürgerversammlung in Stotzard äußern die Zuhörer erneut heftige Kritik am AVV. Auch die gefällte Linde sorgt weiter für Diskussionen.

Aindling-Stotzard Seit einigen Wochen steht die Linde am nördlichen Ortseingang von Stotzard nicht mehr. Das Schicksal dieses Baumes, der auf Anweisung der Marktgemeinde Aindling gefällt und durch einen jungen Baum ersetzt worden war (wir berichteten), löste bei der Bürgerversammlung am Donnerstag noch einmal eine konträre Diskussion aus. Über 30 Frauen und Männer waren ins Sportheim der DJK gekommen, dazu der Gemeinderat mit mehr als der Hälfte der Mitglieder.

Von einem „Prunkstück“ war beispielsweise die Rede, als es um die Linde ging: „Mit einem Gutachten kann man so und so umgehen. Jetzt wird von heute auf morgen der Baum umgelegt. Das kann ich nicht verstehen.“ Bürgermeister Tomas Zinnecker hatte in seinem Bericht dargelegt, dass man der Aussage eines Fachmannes gefolgt sei, ehe der Baum entfernt wurde. Die Meinungen darüber, ob die Maßnahme wirklich notwendig war, gingen auseinander.

Ein Besucher betonte: „Der Baum war krank.“ Ein erfahrener Gärtner äußerte sich ähnlich: „Der Baum hat weggehört, der war kaputt. Der ist von Jahr zu Jahr schlechter geworden.“ Zinnecker sagte als Reaktion auf Leserbriefe zu diesem Thema, beim nächsten Mal werde er vorab mit dem Bund Naturschutz sprechen, ob dieser die Haftung für eventuelle Schäden übernehme: „Da bin ich gespannt, ob ich das schriftlich kriege.“

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Mutter klagt über Busfahrer ohne Deutschkenntnisse

Harsche Kritik prasselt in diesen Wochen, wie mehrfach berichtet, auf den Augsburger Verkehrsverbund (AVV) ein. In Aindling wurde auf diese Einrichtung bereits geschimpft, ebenso in Todtenweis. In Stotzard ging’s in diesem Stil weiter.

Am Donnerstag beschwerte sich eine Mutter; sie berichtete unter anderem davon, dass Busfahrer zum Einsatz kämen, die kein Wort Deutsch sprechen. Zinnecker verwies auf eine Krisensitzung am Tag zuvor im Landratsamt in Aichach, bei der alle Beteiligten versammelt waren. Dort habe der Bürgermeister die Zusage bekommen, das betreffende Busunternehmen werde die Probleme abstellen.

In der Marktgemeinde Aindling soll in einigen Monaten flächendeckend eine Internetversorgung mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde gewährleistet sein, wobei der Ausbau die kommunale Kasse nicht belastet. Zinnecker informierte darüber, dass ihm nun die Prüfung der einzelnen Standorte vorliegt: „Es läuft, es tut sich was.“ Nun sei man bemüht, auch für den Ort Neßlach, der nur zehn Einwohner zählt, eine Lösung zu finden. Ein Bürger sagte, angesichts explodierender Datenmengen habe man hier zu kurzsichtig geplant. Darauf Zinnecker: „Ich glaube, dass in einigen Jahren das Internet vom Himmel kommt.“ Er könne sich vorstellen, dass dann die Versorgung per Funk erfolgt.

Radweg von Hausen nach Weichenberg gefordert

Wer ohne Auto von Hausen nach Weichenberg unterwegs ist, der muss auch die Straße nutzen. Eine betroffene Frau merkte an, man verlange ja keinen „Hochglanzradweg“. Die Kommune sollte aber darüber nachdenken, ob man nicht einen Feldweg herrichten könnte. Zinnecker zeigte sich nicht grundsätzlich abgeneigt, wollte aber keinen Termin für eine Maßnahme in Aussicht stellen. Weitere Themen der Versammlung:

Straße Gaulzhofen-Affing Beim Ausbau der Straße von Gaulzhofen nach Affing ist nach wie vor Geduld erforderlich. Die Nachbargemeinde verweist in diesem Zusammenhang des Öfteren darauf, dass sie abwarten will, bis die Umfahrung von Affing fertiggestellt ist. Zinnecker: „Davon reden sie schon 25 Jahre, die nächsten zehn Jahre wird es nicht kommen.“

Frei laufende Hunde Frei laufende Hunde sorgen auch in Stotzard für Verdruss. In der Ortschaft müssen sie an die Leine genommen werden, außerhalb dürfen sie sich frei bewegen, sofern sie als folgsam anzusehen sind.

Entsorgung von Sand Wie kann der Tennisverein den speziellen Sand, der für diesen Sport erforderlich ist, fachgerecht entsorgen? Es handelt sich um vier bis fünf Kubikmeter im Jahr. Ein Thema, das Wolfgang Krenz als Protokollführer ebenfalls notierte.

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