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Denkmal

23.04.2015

Burgkirche: Die Sanierung geht weiter

Das Gerüst wird schon aufgebaut: An der Burgkirche in Oberwittelsbach wird jetzt der zweite Abschnitt der Sanierung in Angriff genommen.
Bild: Erich Echter

So machen die Fachleute in Kürze in Oberwittelsbach weiter.

Den Frühlingsstürmen ist es zu verdanken: Die Erstkommunion konnten die Kinder noch ungetrübt in der Burgkirche Maria vom Siege im Aichacher Stadtteil Oberwittelsbach feiern. Der nächste Bauabschnitt der Sanierung sollte eigentlich schon vor Ostern beginnen. Wegen der schlechten Wettervorhersagen wartete man jedoch noch damit, das Gerüst aufzubauen. Jetzt aber gehen die Arbeiten weiter. Kirchenpflegerin Rosalinde Hanne ist froh darüber. Schließlich hat die Kirchengemeinde fast zehn Jahre auf die Sanierung gewartet.

Der aufwendigste Teil des Mammutprojekts ist schon geschafft: Im vergangenen Jahr wurde wie berichtet der Hang gesichert, auf dem die Kirche thront. Die Fundamente und die Gründung wurden stabilisiert. Jetzt folgt Teil zwei: Dach, Mauerwerk und Fassade. Dafür sind nach Angaben des Staatlichen Bauamts Augsburg, das für das Projekt verantwort ist, rund 800000 Euro veranschlagt. Die Arbeiter haben bereits angefangen, das Gerüst aufzustellen. Dagmar Feiler, Projektleiterin beim Staatlichen Bauamt, geht davon aus, dass die eigentlichen Arbeiten Anfang Mai beginnen können.

In diesem Abschnitt wird der Dachstuhl soweit nötig repariert, das Dach neu gedeckt. Das Mauerwerk ist teilweise feucht. Feiler geht davon aus, dass man die aufsteigende Feuchtigkeit durch die Arbeiten am Fundament im vergangenen Jahr im Griff hat, sagt Feiler. „Wir werden beobachten, wie sich das entwickelt.“ Das Mauerwerk wird hydrophobiert, das heißt, mit einer speziellen Lösung getränkt. Die soll verhindern, dass sich erneut Feuchtigkeit festsetzt. Außerdem stehen statische Maßnahmen an. „Spezialbaumeisterarbeiten“, wie Feiler sagt: Die Wände werden mit Stahl stabilisiert, das Mauerwerk ausgebessert. Die Fassade wird konserviert, gereinigt und schadhafte Stellen ausgebessert. Zum Teil muss man Mauersteine austauschen. Diese zu bekommen, sei zum Teil nicht ganz einfach, sagt Feiler. Das liegt nicht an der Art der Ziegelsteine, sondern an den Größen. „Es sind Spezialformate dabei“, sagt Feiler.

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Die Fassadensanierung wird sich wohl bis November hinziehen. „Von außen wird sie dann auch wieder gut aussehen“, sagt Feiler. Die außen angebrachten Balken, die als Notsicherung dienen, sind dann überflüssig. Im Innenraum werden aber auch in Zukunft zumindest drei Zugstangen notwendig sein. Im Inneren der Burgkirche werden die Arbeiten voraussichtlich im Sommer beginnen. Weil dann ein Gerüst drinnen aufgebaut wird und die Altäre eingehaust werden, ist die Kirche dann für längere Zeit gesperrt. Solange bis die Sanierung der Innenraumschale abgeschlossen ist. Das soll Ende 2016 der Fall sein.

Die Kirchengemeinde aus Ober- und Unterwittelsbach kann so lange dort keine Gottesdienste mehr feiern und muss für die Eucharistiefeier in andere Kirchen ausweichen, berichtet Kirchenpflegerin Rosalinde Hanne. Dafür habe aber jeder Verständnis. „Umso schönere Gottesdienste können wir dann feiern, wenn alles fertig ist“, freut sie sich schon jetzt. Die Kirchenverwaltung hoffe, dass die treuen Kirchgänger aus Ober- und Unterwittelsbach dann zurückkommen.

Ist alles fertig, dann ist auch möglich, was jetzt lange Zeit nicht möglich war, so Hanne: dort Hochzeiten oder Taufen zu feiern.

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