Kommunalwahl

20.12.2019

Carl wehrt sich

Bernhard Riß
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Bernhard Riß

Der amtierende Bürgermeister nimmt Stellung zu „populistischen Darstellungen“ von Bürgermeisterkandidat Riß

Bürgermeister Konrad Carl war Zuhörer bei der Nominierungsversammlung sechs Tage zuvor. Wie berichtet, hat die neue Liste „Zukunft für Todtenweis“ Bernhard Riß als ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert. Carl war in der Gemeinderatssitzung bestrebt, „teils populistische Darstellungen“ richtigzustellen, wie er sagte.

Kandidat Riß hatte bei der Nominierung die „enorme Verschuldung“ angesprochen. Die finanzielle Situation müsse besser werden. Und beim Abwasser müsse man mit dem Großeinleiter Durach eine vernünftige und faire Vereinbarung treffen. Unter ihm werde es kein neues Rathaus geben, betonte Riß. Hier gebe es Überlegungen, deren Finanzierung sich in einer Größenordnung zwischen zehn und zwölf Millionen Euro bewege, ohne die Entsorgung bestehender Gebäude, rechnete der Kandidat vor. Der Standort der Grundschule müsse erhalten werden und Arbeiten bei den Toiletten seien notwendig.

Amtsinhaber Carl nahm jetzt in der Sitzung zu einigen Punkten Stellung: So beginne die Sanierung der Schultoiletten in den Faschingsferien, nachdem der Planer die Ausschreibung der Arbeiten in diesem Jahr mit zu wenig Nachdruck verfolgt habe. Und dass das Jugendheim ebenfalls 2020 hergerichtet werde, das sei mit dem Jugendvorstand so vereinbart worden. Dann kam Carl auf die archäologischen Ausgrabungen bei der Erweiterung des Gewerbegebiets im Ortsteil Sand zu sprechen. Die Maßnahmen würden sich bis ins Frühjahr hinziehen. Mittlerweile gebe es bereits über 500 Fundstellen. Außerdem erinnerte der Bürgermeister an zwei große Bauprojekte in seiner Amtszeit. Für einen neuen Brunnen habe man 750000 Euro ausgegeben und für das neue Feuerwehrhaus 1,7 Millionen Euro.

„So schlecht sind wir gar nicht“, war von Gemeinderat Michael Hofberger zu hören. Wenn über den Schuldenstand der Gemeinde berichtet werde, dann sollte man seiner Ansicht nach auch daran erinnern, dass Plätze mit einem Wert von 1,4 Millionen Euro im Gewerbegebiet wegen der Ausgrabungen noch nicht verkauft werden konnten und dass Gewerbesteuern in einer beträchtlichen Höhe zurückgezahlt werden mussten. (jeb, cli)

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