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Premiere

12.11.2019

Chaos im Wallfahrtsort

Große Unterhaltung bietet das Theater in Adelzhausen. Im Mittelpunkt steht dabei der junge Aushilfspfarrer Anton Winter (Bildmitte, gespielt von Andreas Danner), dem die Damen des Dorfes zu Füßen liegen.
Foto: Jürgen Dumbs

Theaterverein Adelzhausen amüsiert Publikum mit dem bayerischen Schwank „Wallfahrt und Weihwasser“

Knapp zweieinhalb Stunden gute Unterhaltung bietet Jahr das Stück „Wallfahrt und Weihwasser“ des Theatervereins Adelzhausen. Bei der Premiere am Sonntag war der Saalbau des Gasthof Dillitz in Adelzhausen einmal mehr sehr gut gefüllt. Jung und Alt amüsierten sich köstlich über die Darbietung der Laienschauspieler.

In seiner 46. Spielzeit zeigt der Theaterverein mit „Wallfahrt und Weihwasser“ einen bayerischen Schwank von Katharina Daffner, erzählt in drei Akten. Im Mittelpunkt steht dabei der streng gläubige Wallfahrtsort Au. Dessen Einwohner geraten in Panik, als ihr tüchtiger Pfarrer sechs Wochen verreisen muss.

Der Pfarrer hat sich aber um Ersatz gekümmert und präsentiert seinen Neffen Anton Winter, der zwar mit der Kirche nicht viel am Hut hat, aber den Aushilfspfarrer spielen soll. Vor allem die Bürgerinnen sind nach kurzer Zeit mehr als begeistert vom jungen, gut aussehenden Winter. Doch das bringt ihn in eine Zwickmühle – vor allem weil es ihm die junge Wirtstochter Helene angetan hat. Als dann auch noch seine Ex-Freundin Constanze auftaucht, die Heilige Maria aus der Kirche gestohlen wird und der Gemeindestier Laurentius keine Kuh mehr besteigen will, ist das Chaos perfekt im Wallfahrtsort. Am Ende können nur noch Gebete zur Heiligen Mutter von der Au helfen, auf welche man mit einem gesunden Stamperl „Weihwasser“ regelmäßig anstößt.

Regisseur Ralf Fiedler, der dieses Mal nicht selbst als Schauspieler mitwirkt, konnte die zehn Rollen ideal besetzen mit jungen, aber routinierten Darstellern. Eine Hauptrolle nimmt Andreas Danner ein, der den gewissenhaften, aber lebefreudigen Aushilfspfarrer Anton Winter mit seiner trockenen Art auf die Bühne bringt.

Angetan hat es dem Aushilfspfarrer die liebevolle Wirtstochter Helene Biederer, die Madlen Blei verkörpert. Johannes Dollinger als Wirt und Bürgermeister Hans Biederer sowie Simon Pfaffenzeller als Großbauer Richard Ammer sorgen als wichtige Entscheidungsträger des Orts für amüsante Momente. Für viele Lacher sorgen zudem die Mesnerin Erna (gespielt von Christina Weber) und die Zitzlerin (gespielt von Melanie Göttler) als Vorsitzende des Frauenbundes, welche den jungen Pfarrer anhimmeln. Daneben wirft die Mesnerin ständig mit falschen Fachwörtern um sich und muss oft korrigiert werden.

Florian Dillitz mimt den Draufgänger Martin Vilser, der bei allen hübschen Frauen landen möchte. In sein Beuteschema passt die Stadtfrau Constanze Schießl (gespielt von Sandra Klier), die die Ex-Freundin des Aushilfspfarrers ist, jedoch wegen ihres attraktiven Aussehens von allen nur „Fendt Vario“ genannt wird. Roman Dollinger als pflichtbewusster Pfarrer Lorenz und Andrea Pfaffenzeller als gelehrige Tierärztin Edelgund von Klopfer runden die bunte Mischung an Charakteren ab, welche ergänzt werden durch einen vergnüglichen Auftritt des lustlosen Gemeindestiers Laurentius. (jüd)

Weitere Aufführungstage sind am Freitag, 15. November, ab 19.30 Uhr, am Samstag, 16. November, ab 18 Uhr, am Freitag, 22. November, ab 19.30 Uhr und am Samstag, 23. November, ab 19.30 Uhr. Karten gibt es weiterhin unter Telefon 08205/6618.

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