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Konzert

27.11.2019

Chöre lassen Zeit und Raum vergessen

Die Chöre und Solisten gemeinsam im Altarraum beim Schlusslied.
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Die Chöre und Solisten gemeinsam im Altarraum beim Schlusslied.

Sechs Gruppen und Solisten verzaubern bei der Klangnacht in der Obergriesbacher Pfarrkirche die Besucher und stimmen sie auf die Adventszeit ein. Luna Schönleben singt ein Duett mit ihrem Opa. Reinerlös fließt in die Au-Kapelle

Wenn in der Pfarrei Obergriesbach die Klangnacht angesagt ist, sollte man sich frühzeitig um einen Sitzplatz in der Pfarrkirche St. Stephan kümmern. Traditionell am letzten Sonntag im Jahreskreis und zum Einstimmen auf die nahe Adventszeit ist die Klangnacht zu einem hochkarätigen musikalischen Ereignis in der Pfarrei geworden. Musikliebhaber wissen das zu schätzen. Sechs Chöre und Solisten zogen die Besucher über eineinhalb Stunden in ihren Bann – vergessen schienen Zeit und Raum.

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Das Orgeleinspiel von Georg Friedrich Händel mit der zwölfjährigen Isabelle Auer an der Orgel war der Auftakt zu einem Abend voller musikalischer Funken. Pfarrer Karl Heinz Reitberger begrüßte die Gäste. Mit „Advent ist ein Leuchten“ von Lorenz Maierhofer eröffneten die Cantabella Kids das Programm. Die Cantabella Kids sind einer von drei Cantabella-Chören, die Sandra Tucker-Halbfell leitet. Mit „California Dreamin’“, einem bekannten Folkpopsong, der durch The Mamas and the Papas bekannt wurde, kamen die zwölf Frauen von Cantabella beim Publikum gut an. Gleich im Anschluss ein afrikanisches Lied, „Banaha“, das überall auf der Welt gesungen wird und das ins Ohr geht, sangen die Kinder, die Junioren und Erwachsenen der Cantabella-Chöre gemeinsam. Für ihren Soloauftritt hatte die ausgebildete Sopranistin einen Song von Mark Hayes, „The Conventry Carol“, gewählt.

Seit knapp drei Jahren leitet Wolfgang Wirsching, bekannter Opernsänger und Chorleiter, die Chorgemeinschaft Klingen/Obermauerbach/Obergriesbach. Unter seiner Leitung wurde der Auftritt des Chores mit „Der Herr segne dich“ von J. P. Martin und „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach zu einem wundervollen Klangerlebnis, dem das Publikum andächtig lauschte. Für das zweite Stück tauschte Michiyo Nagano-Lindermeier das E-Piano im Kirchenschiff mit der Orgel auf der Empore. Organist Peter Lenz reihte sich dazu bei den Chorsängern ein. Elise Lindermeier an der Violine spielte ein Stück von Robert Schumann, die „Romanze für Violine und Klavier Op. 94 Nr. 1“. Begleitet wurde sie von Michiyo Nagano-Lindermeier am E-Piano.

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Zwischen den Liedern trug Mesnerin Irmi Lotter besinnliche Texte vor. Der Obergriesbacher Singkreis und der Blaue Kappenchor gehören ebenfalls zu Wirschings Chören. Sie traten gemeinsam auf mit „Air“ von Johann Sebastian Bach sowie „Goldfinger“, Titellied des gleichnamigen James-Bond-Films von John Barry. Ein weiterer Obergriesbacher Chor ist die Gruppe Zeitklang unter der Leitung von Katharina Wörle. Sie hatte rhythmische Lieder mit religiösen Texten im Repertoire: „Dem, der mich atmen lässt“ von Matthias Gahr, „Herr, wohin sonst“ von Thea Eichholz und „Ein Licht in dir geborgen“ von Gregor Linßen.

Sopranistin Renate Insam aus Zahling hatte sich für ein Lied der kanadischen Sängerin Sarah Ann McLachlan, „Angel“, entschieden. Begleitet wurde sie von Herbert Tomschi an der E-Orgel. Er begleitete auch Luna Schönleben, die im Duett mit ihrem Opa Alois Bichlmeier „So wie ein Ozean“ von Lothar Kosse sang.

Die Mitwirkenden bescherten dem Publikum einen wundervollen Abend. Das fand auch Pfarrer Reitberger, der sich mit einem Vergelts Gott bedankte. Zum Schlusslied „Freude schöner Götterfunken“ rückten alle Sänger im Altarraum zusammen. Beim „Nun danket alle Gott“ waren auch die Besucher eingeladen mitzusingen. Mit tosendem Applaus wurden die Chöre und Solisten belohnt.

Anschließend fand der Abend einen gemütlichen Ausklang am Kirchplatz. Der Pfarrgemeinderat und Helfer bewirteten die Besucher mit Bratwürsten, Plätzchen und Glühwein. Der Reinerlös des Abends geht zugunsten der Renovierung der Au-Kapelle.

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