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Corona: Panik schüren oder verschweigen? Berichten!

Corona: Panik schüren oder verschweigen? Berichten!
Kommentar Von Carmen Jung
10.03.2020

Ist die Berichterstattung über Corona ausreichend? Oder schüren die Medien Hysterie? Warum sich Redakteure in einem Spannungsfeld bewegen.

Anscheinend machen wir gerade alle verrückt. Corona rauf und runter – einige können’s nicht mehr hören, wie sie auf Facebook schreiben und sie kommentieren: „Macht nur alle verrückt.“ Auch diese Aufforderung gibt es: „Hört doch auf, wie wild jeden einzelnen Infizierten hier zu melden.“ Es sind mal wieder die Medien. Sie sorgen für eine „Hysterie sondergleichen“. Auch das hören wir Redakteure in diesen Tagen. Das ist die eine Seite.

Leser kritisieren: Es ist zu wenig über den ersten Patienten bekannt

Auf der anderen Seite geben wir die Information der Behörden über den ersten Corona-Fall im Landkreis weiter, und sofort kritisieren Leser, warum es denn keine Details über den Patienten gebe; warum nicht berichtet werde, woher er kommt (diese Information haben die Behörde und in Folge wir am nächsten Tag nachgereicht). Auch in Aichacher Supermärkten sind Nudelregale leer gekauft, und es werden immer mehr Veranstaltungen abgesagt.

Wir haben weder zu Hamsterkäufen noch zu Absagen aufgefordert. Wir haben keine Sperrzonen in Italien eingerichtet oder Schüler nach dem Südtirolurlaub nach Hause geschickt. Wir haben auch nicht dem Leiter des Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg, Dr. Friedrich Pürner, verordnet, von einer Pandemie zu sprechen. Aber wir berichten darüber, ebenso wie über seine Aussage: Es gibt keinen Grund zur Panik. Gibt es auch nicht.

Die Vorwürfe reichen von Panikmache bis Verschweigen

Wir bewegen uns im Spannungsfeld unterschiedlichster Vorwürfe. Sie reichen von Panikmache bis Verschweigen. Was wir tun, ist: Wir bemühen uns, sachlich Bericht zu erstatten, zu informieren und einzuordnen. Dazu gehört es auch, unangenehme Wahrheiten zu veröffentlichen. Das ist unsere Aufgabe und die erfüllen wir, so gut es nur irgendwie geht.

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