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Corona im Friedberger Krankenhaus: Viele Fragen bleiben zu klären

Kommentar Von Nicole Simüller
25.01.2021

Plus In die Aufarbeitung des Corona-Infektionsgeschehens am Friedberger Krankenhaus kommt endlich Bewegung. Bis alle Fragen geklärt sind, ist es aber noch ein weiter Weg.

Kein Corona-Ausbruch im Friedberger Krankenhaus vor dem Jahreswechsel? Diese Einschätzung, die Landratsamt und Kliniken an der Paar noch am Donnerstag verkündet hatten, war da schon wenig glaubwürdig. Jetzt steht fest: Es gab sehr wohl einen Ausbruch. Und es gibt wieder einen.

Noch in der Werkausschuss-Sitzung am Mittwoch hatte der Klinik-Geschäftsführer kritisiert, "wesentliche Punkte" der Berichterstattung über das Friedberger Krankenhaus hätten nicht der Realität entsprochen. Landrat Klaus Metzger schrieb nach der Sitzung auf Facebook, die Berichterstattung habe "im Kern komplett widerlegt werden" können. Das war keineswegs so.

These vom nicht vorhandenen Ausbruch in Friedberg endlich aus der Welt

Nachdem die Gesundheitsamtsleiterin am Montag die These vom nicht da gewesenen Ausbruch endlich aus der Welt geschafft hatte, räumte Metzger ein, die Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf die Kliniken müsse intensiviert werden. In der Tat. Leserbriefe sowie Kommentare im Internet und in sozialen Netzwerken zeigten, wie sehr die Ereignisse im Krankenhaus die Menschen aufwühlen. Es bestand und besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an Corona-Fällen in einem Krankenhaus - aktuell, nicht erst Wochen später. Hier gelobten Landrats- und Gesundheitsamt Besserung. Gut so.

Wichtig ist außerdem: Hat es möglicherweise Versäumnisse im Umgang mit Infektionen am Krankenhaus gegeben? Gab es Patienten oder Mitarbeiter, die sich möglicherweise im Krankenhaus angesteckt haben? Bei zumindest einem Teil der Mitarbeiter gibt es angesichts der hohen Zahlen wohl nahezu keine andere Erklärung. Was muss an den ohnehin schon strengen Hygienemaßnahmen oder deren Umsetzung weiter verbessert werden? Es ist wichtig und richtig, dass in einigen Wochen die Ergebnisse der Taskforce öffentlich gemacht werden sollen. Falls es Versäumnisse gegeben haben sollte, muss die Öffentlichkeit davon erfahren. Falls nicht, wäre das ebenso eine wichtige Nachricht.

Lesen Sie dazu den Artikel: Amt räumt Corona-Ausbruch in Friedbergs Klinik ein - und meldet weitere Fälle

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