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11.01.2021

Corona macht deutlich: Alle brauchen 2021 schnelles Internet

Sogenannte Speedpipes für mehrere Hausanschlüsse in einem Straßenzug werden in einem großen Leerrohr (im Hintergrund) meist in den Gehwegen verlegt. Die eigentliche Glasfaserleitung (vorne) wird dann später eingeblasen.
Bild: Jan Woitas/dpa (Symbolfoto)

Im Corona-Lockdown gehören Homeoffice und Homeschooling zum Alltag. Das geht nicht ohne schnelles Internet. Aber der Landkreis Aichach-Friedberg hinkt hinterher.

Die Corona-Krise verändert den Blickwinkel auf so manches. So hätten vor der Pandemie sicher viele Menschen gesagt, dass sie so ein turbo-schnelles Internet gar nicht bräuchten. Nur um ab und an was im Netz nachzuschauen oder mal kurz was zu bestellen, dafür reiche die Grundversorgung. So dachten viele.

Jetzt denken sie ganz anders. Schließlich gibt es viele Haushalte, in denen zwei Erwachsene von zu Hause aus arbeiten und tagtäglich auf schnelle Verbindungen mit diversen Systemen angewiesen sind. Dazu kommen nicht selten ein oder mehrere Schüler, die sich im Homeschooling befinden. Das heißt, auch sie sollen übers Internet Aufgaben erledigen, lehrreiche Filmchen anschauen und an Videokonferenzen teilnehmen. Wer bei dieser Datenmenge kein schnelles Internet hat, ist schnell aufgeschmissen.

Bürger beschweren sich über lahmes Internet

Dabei hakt es auf dem Land noch erheblich mit dem schnellen Internet. Nicht nur die Übertragungsraten, auch die Stabilität der versprochenen Leitung lässt häufig zu wünschen übrig. Kein Wunder, dass sich da der ein oder andere Bürger bei der Stadt oder der Gemeinde beschwert. Auch wenn diese dafür eigentlich gar nicht zuständig ist, sondern der Staat.

Aber in Zeiten, in denen Städte und Gemeinden vielen Menschen umso lebenswerter beziehungsweise attraktiver erscheinen, wenn sie „smart“ sind, muss den Kommunen selbst daran gelegen sein, mit schnellem Internet aufzuwarten. Auch wenn das viel Bürokratie bei Antragstellungen und Förderprogrammen bedeutet.

Selbst wenn letztlich die Corona-Krise auf viele Lücken beim Internetausbau aufmerksam gemacht hat, der Wunsch oder die Notwendigkeit hoher Bandbreiten wird nach Corona bleiben – wie der Trend zum Homeoffice.

Lesen Sie dazu auch:

Schnelles Internet: Das Wittelsbacher Land hinkt hinterher

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