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Aufbau

18.06.2019

Countdown für das Pöttmeser Volksfest

Gut 1000 Leute fasst das Festzelt des Gastronomiebetriebs Lanzl. Mit dem Aufbau in Pöttmes war in der vergangenen Woche begonnen worden. Am Montagabend wollten die Männer mit allem fertig sein.
Bild: Vicky Jeanty

Morgen geht’s los mit dem Festumzug. Festzelt, Fahrgeschäfte und Buden sind schon aufgestellt

Auf dem Pöttmeser Volksfestplatz war es am Montag noch ruhig. Lediglich im großen Festzelt des Gastronomiebetriebs Lanzl werkelten eine Reihe Handwerker und Mitarbeiter. Der Vorarbeiter, der mit weiteren acht Leuten das Zelt innerhalb einer knappen Woche aufgestellt hat, versprach: „Heute Abend sind wir mit allem fertig.“

Bis auf die Anlage „Tsunami“ – ein Karussell mit Überschlag, das aus Amerika stammt – hatten alle Fahrgeschäfte und Buden bereits Ende vergangener Woche gestanden. Noch schützen Plastikhauben die Helikopter und Elefanten am Kinderkarussell, die Schiffschaukeln sind festgezurrt, die Berg- und Seenpanorama-Bilder leuchten in frischen Farben. An den Buden sind die Rollos heruntergelassen.

In ihrem Wohnwagen räumt Amara Kauffmann den Frühstückstisch ab. Die bekannte Schaustellerfamilie aus Bopfingen bei Nördlingen ist zum ersten Mal mit ihrem Autoscooter-Geschäft beim Pöttmeser Volksfest dabei. Die Kauffmanns sind für Eugen Diebold eingesprungen, der aus Zeitgründen heuer nicht nach Pöttmes kommen konnte. „Wir waren gerade in Spalt bei Gunzenhausen“, erzählt Kauffmann. Nach Pöttmes geht es weiter zur Sommermesse in Rothenburg ob der Tauber. „Mein Mann und meine Tochter sind zurzeit auf einem Fest in Baden-Württemberg.“ Mit ihren zwei Autoscooter-Anlagen und einem Kinderkarussell-Betrieb ist die Familie fast das ganze Jahr auf Märkten und Festen unterwegs. „Ich kann mir kein anderes Leben vorstellen“, sagt Amara Kauffmann.

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Mit ihrem Mann Ralf hat sie den Schaustellervirus an die Tochter Jacqueline und den Sohn Robin weitergegeben. Eltern und Großeltern waren bereits Schausteller. Auch ihre beiden 26- und 18-jährigen Kinder sind mit Leib und Seele dabei. Wie andere Schaustellerkinder haben sie ihre Schulzeit immer da verbracht, wo eine Festveranstaltung war. Robin sieht das gelassen: „Das war halt so. Nach der Schule habe ich Hausaufgaben gemacht und dann habe ich meinem Vater geholfen.“ Er kann sich nicht vorstellen, etwa in einer Fabrik zu arbeiten.

In Pöttmes sind die Kauffmanns mit ihrer neuen Scooter-Anlage am Platz. „Für die Benutzer ändert sich nichts. Für uns ist die Anlage mit vielen klappbaren Teilen vor allem eine große Arbeitserleichterung“, erklärt Kauffmann. Am morgigen Mittwoch geht es los in Pöttmes.

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