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Musik

30.11.2018

Da Oa und die Andan aus Haunswies spielen auf

Mit ihrem Blaskapellensound machen „Da Oa und die Andan“ aus Haunswies seit 2014 von sich reden. Dirigent ist Michael Billhardt.
Bild: Christine Schmid-Mägele

Unter dem bayerischen Namen machen Musiker aus dem Affinger Ortsteil seit 2014 von sich reden. Worauf es Dirigent Michael Billhardt ankommt.

Die zungenbrecherische bayerische Betitelung hätte es wahrscheinlich gar nicht gebraucht, um Renommee und musikalische Vielfalt von Da Oa und die Andan in der Gemeinde Affing zu festigen. Das Trio um Michael Barl (Da Oa), Andrea Neumaier und Michael Billhardt (die Andan) war anfangs auch ohne zusätzlichen musikalischen Anhang bekannt und geschätzt. Dass es wahrscheinlich 2014 zu der Namensgebung kam, dass zurzeit über 30 begeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Herzblut trompeten, flöten oder posaunen, ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen.

Eines ist unbestritten: Den Fuß in der Tür zum Blasmusikerfolg hatte von Anfang an Michael Billhardt. Als einer „der Andan“ hat der Kapellmeister viele „Andere“ in seine musikalische Begeisterung mit hineingezogen. Der Dirigent sagt Sätze wie: „Alle Musiker sind ein bisschen verrückt. Ich bin kein strenger Lehrer. Es macht nix, wenn nicht alle 100-prozentig spielen. Musik ist für mich Freizeit und keine Arbeit.“

Michael Billhardt ist 2009 von München nach Haunswies gezogen und arbeitet in Augsburg. Die „Arbeit“ mit seinen Musikern findet jeweils freitags im Gemeindehaus statt. Dann wird geprobt. Zuerst mit den Neulingen, dann mit dem gesamten Orchester. „Wenn alle da sind, wird’s kuschelig“, sagt Billhardt. Macht nichts, denn ganz zu Beginn habe man in der Schreinerhalle eines Haunswieser Freundes geprobt. Wirklich wichtig sind ihm die Musik und die Begeisterung, mit der gerade viele junge Leute sich ins Zeug legen. Bei Billhardt bekommen alle eine Chance und sind willkommen. Gemeinsam mit Robert Fischer, ein Musiker der Drei Achtaler, erteilt er Unterricht oder leitet gelegentlich Schnupperkurse in den Schulen. Die allermeisten seiner Musiker haben jedoch eine musikalische Vorbildung oder rekrutieren sich aus Musikkapellen aus Rehling, Aindling und Langweid. Der Nachwuchs ist so stark, dass er heuer ein Jugendblasorchester mit zehn Neuen gründen konnte. Er hat eine Jugendgruppe ins Leben gerufen, die Gottesdienste musikalisch umrahmt. Natürlich spielen die alle auch in seinem Orchester.

Der Dirigent muss Vollblutmusiker sein

Um die Truppe zusammenzuhalten, muss an erster Stelle der Dirigent ein Vollblutmusiker sein. Als Jugendlicher debütierte Billhardt in einer Kirchenrockband in Heidenheim und spielte Orgel, E-Bass und Gitarre. In Haunswies kam die Tuba hinzu. Es ist ihm gelungen, die musikalischen Vorlieben der Jungen und Alten gleichwertig zum Klingen zu bringen. Das Repertoire: böhmisch-mährische Weisen, traditionelle Blasmusik, bekannte Film-, Kino- und Musicalhits, Rock und Pop sowie klassische Stücke.

Aufgespielt wird auf Dorf- und Gemeindefesten, bei sportlichen Turnieren und Theateraufführungen, bei Hochzeiten, im Bierzelt, beim Affinger Weihnachtsmarkt oder auf der großen Bühne im Affinger Schlosshof. Hier brillierte die Kapelle vor zwei Jahren mit einem Sommernachtskonzert, das über 400 Zuhörer restlos begeisterte. Ähnlich erfolgreich war das Filmmovies-Konzert in der Haunswieser Pilsstube, für das allein sechs Monate geprobt wurde. Wie auch die Musical-Show in der Affinger Mehrzweckhalle zu Jahresbeginn.

Michael Billhardt schätzt die Unabhängigkeit seiner Dirigententätigkeit, die Nähe der Aufführungsorte und die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und Amtsträger. Einmal war seine Kapelle bei einer Bergmesse bei Oberammergau dabei, einmal begleitete sie eine Delegation zur Jubiläumsfeier in die polnische Partnerstadt. Aus organisatorischen Gründen und auch wegen der Jugendlichen sind ihm die heimischen Auftritte lieber. Fürs kommende Jahr hat er bereits Pläne, die noch nicht verraten werden. Als Chef in eigener Sache ist er stets auf der Suche nach geeigneten Stücken mit dem Anspruch, vermehrt ins klassische Repertoire einzusteigen. Auch wenn nicht alle Musiker gleichermaßen gut spielen, so ist sein Vertrauen ungebrochen. Die packen das schon, sagt er mit Zuversicht.

Termine Am Samstag, 1. Dezember, findet ab 18 Uhr das Adventskonzert in der Haunswieser Kirche statt. Am Samstag, 8. Dezember, ist die Blaskapelle bei der Eröffnung des Affinger Weihnachtsmarkts um 16 Uhr, am 14. Dezember ist sie an gleicher Stelle von 19 bis 20 Uhr zu hören.

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