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Aindling

20.07.2010

Das Taktgefühl der ganz Kleinen

Musikgarten heißt eine Einrichtung im Pfarrheim Aindling, die sich Mittwoch für Mittwoch dort wiederholt. Zum einfachen Rhythmus klatschen die kleinen Patschhändchen der acht Kinder und die (natürlich größeren) ihrer Mütter (und eines Vaters) auf die Oberschenkel. Von Martin Golling

Aindling. Musikgarten heißt eine Einrichtung im Pfarrheim Aindling, die sich Mittwoch für Mittwoch dort wiederholt. Zum einfachen Rhythmus klatschen die kleinen Patschhändchen der acht Kinder und die (natürlich größeren) ihrer Mütter (und eines Vaters) auf die Oberschenkel. Eine schwierige Aufgabe für die eineinhalb bis dreijährigen Sprösslinge. Und doch spüren sie die Wirkung dieser gemeinsamen Aktion: sie verbindet, was ja wohl jeder Fußballfan bestätigen kann.

Auch an der Oceandrum, der Meerestrommel, greifen alle Hände auf die glatte Oberfläche und erzeugen gemeinsam durch Hin- und Herschwenken der Kügelchen das faszinierende Geräusch der Brandung. Wie in einem Frage- und Antwortspiel singt Kerstin Kastenhofer drei Töne, meist einen Dreiklang, vor und die Runde singt ihn nach. "Solche rhythmischen und melodischen Echospiele sind erste Bausteine für ein Rhythmus- und Tongefühl - erst für die Eltern und nach und nach auch für die Kinder", erklärt Kerstin Kastenhofer ihre Vorgehensweise, mit der sie die Sinnesorgane der Kleinen anregt, um ihre akustische Wahrnehmung und das Gefühl für Musik und Takt zu fördern.

Die studierte Sozialpädagogin hat ihr Wissen an der Uni Mainz erworben. Schwerpunkte setzte sie dabei auf Jugendarbeit und Erwachsenenbildung und auf Musik und Kunst. Außerdem absolvierte sie eine Ausbildung in Atem-, Körper-, und Energiearbeit in Köln. Ihre Lizenz als Musikgarten-Lehrerin erwarb sie sich am Institut für elementare Musikerziehung in Mainz.

Das Taktgefühl der ganz Kleinen

Für heute erwartet sie noch die Großen, die Über-Dreijährigen. Lenja, Leni und Christoph gehören zu ihnen. Konzentriert versuchen sie, in jeder Hand einen Klangstab, die Bewegungen und Rhythmen von Kerstin zu kopieren. Die meisten Spiele und Lieder sind ihnen schon geläufig und erwartungsvolles Hüpfen zeigt, wie sehr sich die "Großen" darauf freuen.

Eine Gruppe fehlt Kerstin Kastenhofer noch. Bei den ganz kleinen von null bis 18 Monaten ist bisher noch keine Gruppe zusammengekommen. Kastenhofer sagt: "Gemeinsames Musizieren, Musikhören und in Bewegung umsetzen ist für das Kind in dieser Phase wie Nahrung für Körper, Seele und Gehirn." Von Martin Golling

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