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Treffen

17.04.2015

Das Ziel ist die Verständigung

Spitzenvertreter von elf Partnerschaftskomitees aus drei schwäbischen Landkreisen vor dem Tagungsort im Aindlinger Rathaus.
Bild: Verein

Partnerschaftskomitees aus elf Kommunen diskutieren über ihre Arbeit in Aindling

Grenzen überschreiten und Vorurteile überwinden – die Ziele einer Städtepartnerschaft sind klar. Mit welchen Problemen Partnerschaftskomitees auf dem Weg dorthin zu kämpfen haben, wurde jetzt im Rathaus in Aindling besprochen. Spitzenvertreter von Partnerschaftskomitees aus elf Kommunen hatten sich hier zusammengefunden. Das Treffen findet einmal im Jahr an wechselnden Orten statt, nach Wertingen und Pöttmes war heuer die Marktgemeinde Aindling an der Reihe. Es geht vor allem darum, Erfahrungen auszutauschen.

Für den erkrankten Aindlinger Bürgermeister Tomas Zinnecker, der Zweiter Vorsitzender des Komitees ist, begrüßte Bürgermeisterin Gertrud Hitzler die Vorsitzenden und Vorstandsmitglieder aus drei schwäbischen Landkreisen. Unter den Teilnehmern waren auch Vertreter von Partnerschaftskomitees, die sich in diesem Jahr neu diesem Kreis angeschlossen hatten. Dazu gehörte Jasmin Dorner als Vorsitzende aus dem Partnerschaftskomitee Welden.

Sie ist verantwortlich für den Auf- und Ausbau der Kontakte zur tschechischen Gemeinde Nové Straecí. „Gerade für Menschen, die wie wir heute eine Gemeindepartnerschaft erst aufzubauen beginnen, sind solche Kontakte mit jenen, die sich dafür seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten engagieren, in vielfacher Hinsicht wertvoll.“

Angelika Wonnenberg stellte die Tätigkeitsgebiete des Europe-Direct-Informationszentrums Augsburg vor. Von der Europäischen Kommission mitfinanziert, ist es organisatorisch beim Oberbürgermeister der Stadt Augsburg angesiedelt und für ganz Schwaben zuständig. Besonders interessierten sich die Teilnehmer für konkrete Unterstützungsmöglichkeiten, die sich bis in den schulischen Bereich erstrecken. Das Hauptreferat zu rechtlichen Aspekten ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit hielt der Augsburger Rechtsanwalt Uwe Hartung. Durch eigene Vereinsarbeit selbst ein Experte, konnte er die Gesichtspunkte dieses Themas in seinem Vortrag darlegen. Wie seine Erläuterungen und die anschließenden Fragen zeigten, gibt es für Vorstände mehr als genug Problemfelder. Sie beginnen bei den Informations- und Kontrollpflichten, reichen über die Jugend- und Nachwuchsarbeit sowie den Schüleraustausch und enden bei haftungsrechtlichen und versicherungstechnischen Fragen bei Veranstaltungen und Fahrten.

Diese Probleme fanden im Meinungsaustausch Niederschlag. Gespräche der Verantwortlichen der Komitees zu vertiefen und die Vernetzung zu fördern, das war das erklärte Anliegen des Vorsitzenden des Aindlinger Komitees, Josef Mancal. Nicht die zahlreichen Unterschiedlichkeiten seien maßgeblich, sondern das gemeinsame Ziel der Verständigung. Nur sie sei in der Lage, Grenzen zu überschreiten und Vorurteile zu überwinden. „Wir wissen, dass sich im Zeitalter sozialer Netzwerke Gemeinschaft ebenso neu definiert, wie das Verständnis von Verständigung“, sagte Mancal. „Genauso ist uns klar, dass sich Gesellschaft und das Engagement für sie im ständigen Wandel befinden.“ Dies alles aber ändere nichts am gemeinsamen Ziel der Verständigung zwischen Völkern, also vor allem der zwischen Menschen. Darin, dass sie selbst auf dem Weg zu diesem Ziel manches verbessern können, waren sich alle 30 Teilnehmer einig. Für ein Fazit gibt es im nächsten Jahr Gelegenheit. Zum Arbeitstreffen 2016 lud Rudolf Schönle, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Diedorf-Bonchamp, in seine Heimatgemeinde ein. (AN)

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