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Aichach

30.11.2019

Das gibt es alles in der Weihnachtsausstellung zu sehen

Die Arbeiten von Andrea Silberhorn-Piller leben von organischen und grafischen Formen, hier „Blueberry Mountains“.
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Die Arbeiten von Andrea Silberhorn-Piller leben von organischen und grafischen Formen, hier „Blueberry Mountains“.

In der Weihnachtsausstellung in der Werkstatt-Galerie Schiele in der Aichacher Altstadt zeigen fünf Künstler sehr unterschiedliche Arbeiten.

Die Weihnachtsausstellung in der Werkstatt-Galerie Schiele ist ein bisschen wie ein gemütliches Wohnzimmer: Alles wirkt sehr harmonisch, obwohl jeder der fünf teilnehmenden Künstler seinen ganz eigenen Stil hat. In diesem Jahr stellen Andrea Viebach, Brigitte Weber, Jochen Rüth, Andrea Silberhorn-Piller und Holger Koch aus. Alle fünf hatten auch schon Einzelausstellungen in der Werkstatt-Galerie.

Zwei sehr unterschiedliche Seiten des Werkstoff Tons zeigt Jochen Rüth mit seinen Arbeiten. „Einmal haben wir da die archaischen Oberflächen auf den skulpturalen Vasen“, sagte Ulrike Schiele, Galeristin und Kuratorin der Ausstellung, bei der Eröffnung. Wie ausgeworfene Lavastücke stehen sie auf den Podesten. Den Eindruck erzeugte Rüth, indem er die Tonbrocken mit einem Kantholz bearbeitete. Die unterschiedlichen Färbungen der Vasen entstehen durch den Brand. „Als Vase genutzt, baut das Florale der Blüten mit dem Groben des Tons eine unheimliche Spannung auf“, so die Galeristin. Einen Kontrast zu den grob wirkenden „Lavabrocken“ sind die feinen, zart glasierten Schalen. Die Glasuren verlaufen von Schwarz ins Blaue und von Schwarzbraun ins Rote.

In Aichach gibt es verschiedene Figuren aus Ton und Glas

Gefäße sind auch immer wieder bei Andrea Viebach Thema. Sie zeigt diesmal Arbeiten aus Glas und zieht alle Register, die das Material hergibt. Schiele beschreibt es so: „Viebachs Glas ist fragil, dicht, durchsichtig, farbintensiv, matt glänzend.“ Ihre skulpturalen Arbeiten würden alle etwas Ruhiges, Versunkenes, in sich gekehrtes ausstrahlen. Ihre Korallen- und Moosschale stellte Viebach in der sogenannten Pate de Verre-Technik her, bei der mit einer Paste aus Glaspulver gearbeitet wird. Die „Schneckenhäuserschalen“, wie die Figur „between the silence“, sind aus ofengeschmolzenem Glas.

Ein erzählender Maler oder ein malender Geschichtenerzähler ist Holger Koch. Heiter und unbeschwert wirken seine Figuren. Die Galeristin erklärt, woran man seine Arbeiten erkennt: „Wenn ein Vogel auf dem Dachfirst sitzt und sich an einer Blume erfreut, dieser Vogel dann flanierend mit zwei Kumpanen sich vor dem Hotel Kirsche trifft oder im Boot sitzend wie Menschen den Tag genießt – dies alles mit kräftigem Pinselstrich und intensiven Farben – dann ist Holger Koch am Werk.“ Seine heiter-melancholisch und unbeschwerten Bilder würden ein Lächeln in die Seele des Betrachters zaubern, sagte Schiele.

Das sind die Öffnungszeiten der Weihnachtsausstellung

Die Arbeiten von Andrea Silberhorn-Piller leben von organischen und grafischen Formen. Sparsam gesetzte Linien und Formen verleihen ihren ausdrucksstarken Acrylarbeiten Leichtigkeit und Zartheit. Die Linien und rechteckigen farbflächen würden den Arbeiten eine tiefe Ruhe geben, fand Schiele.

Auch Brigitte Webers Bilder sind Arbeiten in Acryl auf Leinwand. Durch die vielen aufgetragenen Farbschichten, mal deckend, mal lasierend, bekommen sie eine besondere Tiefe. „Man sieht durch die nicht geschlossene oberste Schicht, dass da hinten noch was ist“, so die Galeristin. Das mache neugierig. Obenauf liegt vielleicht noch eine kleine Zeichnung, eine Collage oder in zweiter Reihe ein Schriftstück. Schiele über Webers Bilder: „Die Arbeiten sprühen vor Freiheit und Leichtigkeit. Sie legen sich nicht fest.“ (drx)

Die Weihnachtsausstellung ist noch bis zum 18. Januar in der Werkstatt-Galerie Schiele während der üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Erweiterte Öffnungszeiten im Advent sind: Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 15 Uhr.

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