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Ausstellung

22.06.2017

Das große Ziel: Alle Gemeinden ohne Barrieren

Im Landratsamt wurde die Ausstellung „Die barrierefreie Gemeinde“ von Staatssekretär Johannes Hintersberger (stehend rechts) eröffnet: (vorne rechts) Josef Koppold, der Behindertenbeauftragte des Landkreises.
Bild: Erich Echter

Impulse und viele Anregungen für Kommunalpolitiker und Bürger bei Schau im Landratsamt-Foyer in Aichach

Dass die Ausstellung „Die barrierefreie Gemeinde“ im Landratsamt in Aichach präsentiert wird, hat einen Grund. „Hier kommen Bürgermeister und viele kommunale Entscheidungsträger vorbei, und da ist so manche Anregung zu finden“, erklärte Landrat Klaus Metzger bei der Eröffnung. Konzipiert worden ist die Ausstellung vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Zur Eröffnung war Staatssekretär Johannes Hintersberger vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration nach Aichach gekommen.

Er erklärte den Gästen, unter ihnen Menschen mit Handicap, Vertreter sozialer Einrichtungen, und Kommunalpolitikern, wie die Ausstellung zustande gekommen war. Man habe das Modellvorhaben „Die barrierefreie Gemeinde“ gestartet, um den kommunalen Entscheidungsträgern Impulse zu geben.

Grundlage war die Vorgabe von Ministerpräsident Horst Seehofer, Bayern bis 2023 den öffentlichen Raum und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) barrierefrei zu gestalten. Zur Umsetzung dieses Ziels erarbeiteten alle Ressorts der Bayerischen Staatsregierung das Grundkonzept „Bayern barrierefrei 2023“. Aus diesem Konzept wurden drei Handlungsfelder, nämlich die Bereiche Mobilität (ÖPNV und Bahnhöfe), Bildung (Kinderbetreuung und Schulen) sowie staatliche Gebäude aufgegriffen, um dort barrierefreie Mobilität umzusetzen.

Großes Lob gab es vom Staatssekretär für Josef Koppold, den Behindertenbeauftragten des Landkreises. „Die Arbeit von Josef Koppold bringt Erfolge. Es ist nicht nur sein Beruf, es ist seine Berufung. Was bringt es, wenn wir Gesetze und Vorgaben erlassen, wenn sie keiner umsetzt. Wir brauchen solche Leute wie Josef Koppold“, betonte Hintersberger.

Koppold erläuterte den Anwesenden, dass im Landkreis drei Handlungsfelder aus dem Aktionsplan des Landkreises Augsburg umgesetzt werden sollen. Dafür hatte sich der Ausschuss Behindertenhilfe im Landkreis „Arbeitsgemeinschaft Öffentliche und Freie Wohlfahrtspflege“ entschieden. Zu den Themenfeldern gehören das Beraten von Menschen mit Behinderungen, Barrierefreiheit in Gaststätten und der öffentliche Personennahverkehr im Landkreis.

Besonders kritisch werde man die Thematik „Barrierefreier öffentlicher Personennahverkehr“ beäugen und deren Umsetzung konstruktiv begleiten, sagte Koppold. Der Landkreis hat eine Broschüre erstellt und aufgezeichnet, was nach der Bestandsaufnahme vor 17 Jahren von den damaligen Zielen umgesetzt wurde.

Koppold war es auch, der anregte, die Ausstellung „Die barrierefreie Gemeinde“ in den Landkreis zu holen. Als Grund nannte er, dass man in der Behindertenarbeit zwar auf Kurs, aber noch nicht am Ziel sei. Für Landrat Metzger hilft Barrierefreiheit nicht nur dem klassischen Rollstuhlfahrer, sondern auch der älter werdenden Gesellschaft und den Müttern und Vätern mit Kinderwagen. Im Landkreis gibt es mehr als 440 Haltepunkte, in der Regel mit zwei Haltestellen. (ech)

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