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23.07.2018

Das neue Abenteuerland in Obergriesbach ist fertig

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Ein Schmuckstück ist die neue Kindertagesstätte in Obergriesbach geworden. Jetzt wurde das 3,5-Millionen-Euro-Projekt seiner Bestimmung übergeben. Fotos: Johann Eibl

Die Kindertagesstätte ist gestern offiziell eingeweiht worden. Wegen des schlechten Wetters ist der Umzug von der Kirche zum Kinderhaus allerdings ins Wasser gefallen. Wie es nach der Übergabe des 3,5-Millionen-Euro-Projektes nun weitergeht

Es ist das größte Projekt, das die Gemeinde Obergriesbach bislang gestemmt hat. Und damit stand im Grunde genommen längst fest, dass man die Einweihung der neuen Kindertagesstätte Abenteuerland in einem großen Rahmen gebührend feiern würde. Es war in der Tat am Sonntag auch alles bereitet; nur einer wollte nicht so recht mitspielen. Der Wettergott versuchte, einige Striche durch die Rechnung der Organisatoren und der vielen Helfer zu machen. So musste kurzerhand der vorgesehene Festzug von der Kirche zum neuen Gebäude entfallen.

Den Gottesdienst durften die Buben und Mädchen, für die die neue Einrichtung bestimmt ist, selber mitgestalten, etwa bei den Fürbitten. Zu Beginn brachten sie den Dank für den großen Bau in einem Lied zum Ausdruck. Pfarrer Karl Heinz Reitberger ging in seiner Predigt auf einen Brauch ein, den heute kaum einer mehr kennt. Im Mittelgang stand ein Mann in blauer Uniform als sogenannter Kirchenschweizer. So nannte man bis vor 100 Jahren jene Aufsichtsperson, die darauf achten sollte, dass die heilige Messe ungestört gefeiert werden konnte. Dann ging der Priester direkt auf den Festtag ein: „Liebe Kinder, wir haben einen Gemeinderat, der sich um euch kümmert. Es geht nur, wenn wir alle zusammenhalten.“

In einer kurzen Zeremonie erteilte Reitberger am Eingang zur Kita den kirchlichen Segen. Danach begrüßte Bürgermeister Josef Schwegler im Zelt nebenan die Gäste, darunter die Planer und die Vertreter der beteiligten Firmen sowie der Vereine, die mit ihren Fahnen gekommen waren. Schwegler ging auf den zeitlichen Ablauf ein: „Der aktuelle Gemeinderat hat sich nach langen Diskussionen auf die Fahnen geschrieben, die Kindertagesstätte auf die erste Stelle der Prioritätenliste zu setzen. Es freut mich sehr, dass wir nun endlich unsere neue Kita einweihen konnten.“ Dann kam er auf die Finanzen zu sprechen: „Wir hatten 3,5 Millionen Euro auf der hohen Kante liegen, exakt dieses Geld haben wir investiert. Eine Gratwanderung, die, wie es jetzt aussieht, eine Punktlandung wird.“

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Zunächst bereitete bei den Arbeiten der Untergrund Probleme, sodass erst 720 Säulen in den Boden gerammt werden mussten. Der Spatenstich erfolgte am 15. März 2017, 33 Gewerke waren auszuschreiben. Schwegler lobte die Zusammenarbeit mit Planern und Arbeitern. Ruhe wird in nächster Zeit noch nicht einziehen im Tannenweg in Obergriesbach. Der alte Kindergarten wird im gesamten Untergeschoss entkernt, dort entstehen, wie berichtet, dringend benötigte Räume für zwei zusätzliche Gruppen. Auch für diese Maßnahme hat die Regierung von Schwaben einen Zuschuss in Aussicht gestellt, dessen Höhe ist noch unklar.

Nun könne man sich in der Gemeinde Obergriesbach noch wohler fühlen, erklärte Landrat Klaus Metzger in seinem Grußwort. Mit Blick auf das nächste Vorhaben zeigte er sich zuversichtlich: „Die Obergriesbacher halten da zusammen.“ Dann gab es für die neue Kita von mehreren Seiten Geldspenden in einer Höhe von zusammen über 5000 Euro. „Heute ist ganz Obergriesbach auf den Beinen“, erklärte der CSU-Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko. Er sprach von einer wunderbaren Einrichtung, für die es bereits eine feste Förderzusage über 900000 Euro gebe. Er geht davon aus, dass dieser Betrag am Ende die Marke von einer Million überschreiten wird.

Für Architekt Stefan Schrammel war’s „eine echte Mannschaftsleistung“. Er gab zu bedenken, dass die Übergabe eigentlich für Ende September vorgesehen war – also zwei Monate früher nun stattfand.

Cornelia Meier trug ihre Aussagen gereimt vor: „Was mich ganz besonders freit, dass wir eingebunden wurden zu jeder Zeit.“ Weil der Regen auf das Zeltdach prasselte, waren die Worte der Redner bisweilen nur schlecht zu verstehen. Davor und danach spielte die Kapelle des Musikvereins Obergriesbach.

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