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Baar

25.05.2019

Das sind die Pläne für die neue Kinderkrippe

Die Gemeinde Baar will eine Kinderkrippe bauen und hat nun einen Architekten mit der Planung beauftragt. Viele Details sind noch zu klären.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Die Mitglieder des Gemeinderats fällen 16 Beschlüsse zu Details für Krippe und Hort. Wie die neue Kinderkrippe aussehen soll.

Wie soll die geplante Baarer Kinderkrippe aussehen? Darum ging es in der Sitzung des Baarer Gemeinderats am Donnerstagabend. Bereits in der Sitzung Ende April war die Entscheidung gefallen, einen Architektenvertrag mit dem Architekturbüro raum_landschaf(f)t architektur zu schließen. Es soll den Neubau der Kinderkrippe in Baar planen. Der Vertrag steht.

Peter Fesenmeir vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) in Pöttmes präsentierte am Donnerstagabend viele Details, die – wenn eine Entscheidung des Gremiums vorliegt – dazu beitragen können, dass die Architekten bei der Planung bereits viele Wünsche der Gemeinde berücksichtigen. So fielen am Donnerstagabend insgesamt 16 Beschlüsse, wie sich die Gemeinde die Krippe vorstellt.

Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, eine zweigruppige Einrichtung planen zu lassen. Zum einen soll eine Krippe Platz finden, zum anderen eine Hortgruppe. Kurzzeitig zögerte das Gremium, beide Projekte in einem Aufwasch zu planen. Denn: Wenn das Angebot einer Mittagsbetreuung an Schulen künftig eine Pflichtaufgabe wird, könnte es weitere Fördergelder geben.

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Die Gemeinde Baar könnte sie allerdings nur erhalten, wenn bis dahin keine Planungen zur Mittagsbetreuung gediehen wären. Johanna Ruisinger mutmaßte, dass eine mögliche Förderung für eine Mittagsbetreuung vermutlich genau die Mehrkosten decken würden, die entstünden, wenn die Mittagsbetreuung erst nachträglich geplant würde. So entschied sich das Gremium direkt dafür, eine zweigruppige Einrichtung zu planen.

Es fielen weitere einstimmige Beschlüsse: Es soll ein mittlerer Qualitätsstandard gewählt werden. Das Gebäude sollte sich optisch an die „regionale Baukultur“ anpassen. Die Planung soll so aussehen, dass die Einrichtung bis auf maximal vier Gruppen erweiterbar wäre – beispielsweise eine Krippengruppe, zwei Kindergartengruppen und eine Hortgruppe. Das Gebäude soll aber auch flexibel genutzt werden können, um auf einen anderen Bedarf und variierende Gruppenstärken reagieren zu können. Eine Kostenobergrenze legte die Gemeinde nicht fest. Die Wände werden mit mineralischen Putzen und Anstrichen bearbeitet, auf den Böden wird Linoleum beziehungsweise Feinsteinzeug verlegt. Das komplette Gebäude erhält eine Netzwerkverkabelung und eine Lüftungsanlage.

Uneins waren sich die Gemeinderäte hingegen in weiteren Punkten: Nur sechs von elf Räten stimmten für ein Gebäude in Massivbauweise. Florian Mertl, Andreas Winter, Josef Schmidt, Werner Wörle und Baars Bürgermeister Leonhard Kandler sprachen sich dagegen aus. Eine ebenso knappe Entscheidung gab es mit Blick auf die Fenster. Andreas Winter, Vitus Riedl, Christian Hell, Martin Moser, Werner Wörle und Norbert Reiter sprachen sich für pflegeleichte Kunststofffenster aus.

Vereinzelt gab es Gegenstimmen zu diesen Details: Florian Mertl stimmte gegen WPC-Dielen auf der Terrasse. Martin Moser war gegen eine Standard-Elektroinstallation beziehungsweise wünschte sich, dass sie zumindest so vorbereitet würde, dass später ein Umstieg auf eine modernere Elektroinstallation möglich ist. Christian Hell und Florian Mertl votierten gegen die Installation einer Brand-Hausalarmanlage. Florian Mertl erhob seine Hand gegen eine dezentrale Warmwasserbereitung. Vitus Riedl, Andreas Winter, Florian Mertl, Josef Schmidt, Christian Hell und Werner Wörle wollten in der Bauphase nicht erneut über eine Klimaanlage in der neuen Einrichtung diskutieren. Zwei Themen wurden verschoben: Welche Akustikdecken angeschafft werden und welche Heizung eingebaut wird, wird erst im Zuge der weiteren Planungen entschieden.

Auch weitere Entscheidungen, die die Baarer Kinder betreffen, fielen in der Gemeinderatsitzung. Für den Kindergarten St. Laurentius gibt es keinen neuen Zaun. Stattdessen stiftet Gemeinderat Andreas Winter das Holz-Material für Ausbesserungen am alten Zaun. Die Gemeinderäte sprachen sich einstimmig für diesen Weg aus, Kandler allerdings war dagegen. Da nun kein Geld für einen neuen Zaun bezahlt werden muss, investiert der Rat knapp 2000 Euro in ein Mülltonnenhäuschen.

Auch darüber herrschte fast Einigkeit. Nur Werner Wörle war dagegen. Für die Spielplätze „Am Zeintl“ und am Elendweg werden Fallschutzmatten angeschafft. Kostenfaktor: rund 6700 Euro. Dieter Zach und Martin Moser stimmten dagegen.

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