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Medizin

08.04.2011

Dem Landkreis ist die Vorsorge seiner Mitarbeiter wichtig

Chefarzt Dr. Alexander Stiebens (links) und Oberarzt Dr. Albert Bauer werben im Darmkrebsmonat besonders für die Vorsorge.
Bild: Foto: Andreas Schmidt

Etwa 120 Beschäftigte der Kliniken und des Landratsamtes gehen auf Nummer sicher und nutzen die Möglichkeit zur Darmkrebsvorsorge

Aichach-Friedberg Zu einer „guten Entscheidung“ gratulierte Oberarzt Dr. Albert Bauer Kolleginnen aus der Friedberger Klinik. Dass überwiegend Frauen einen Test zur Darmkrebs-Früherkennung mit nach Hause nahmen, lag aber wohl daran, dass im Krankenhaus das weibliche Pflegepersonal deutlich in der Überzahl ist. Darmkrebsvorsorge geht natürlich Männer wie Frauen gleichermaßen an, wie Internist Bauer in einem Vortrag zum Darmkrebsmonat verdeutlichte.

Die Einladung kam mit der Gehaltsabrechnung

Den Worten folgten auch Taten sowohl in den Kliniken an der Paar in Friedberg und Aichach wie auch am Landratsamt, wo deutlich mehr Männer mitmachen. Gut 120 Leute, deren Arbeitgeber der Landkreis Aichach-Friedberg ist, nutzen die Gelegenheit zu einem nun bevorstehenden Stuhltest, der anschließend in den Labors der Kliniken ausgewertet wird.

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Die Einladung dazu hatten die Mitarbeiter über 45 Jahren wohl etwas überraschend mit ihrer Gehaltsabrechnung erhalten. „Wir wollten Sie erreichen“, begründete dies Bauer.

Landrat Christian Knauer und Kliniken-Geschäftsführer Dr. Krzysztof Kazmierczak ist die Vorsorge ihrer Mitarbeiter wichtig. Darum wird der Test vom Arbeitgeber subventioniert. Bewusst wurde er aber für drei Euro und nicht gratis abgegeben. Davon verspricht sich Chefarzt Dr. Alexander Stiebens eine höhere Rücklaufquote der Teströhrchen.

Schon im Vorjahr hatten die Kliniken im Darmkrebsmonat mit einer großen Testaktion in der Friedberger Firma Federal Mogul gute Erfahrungen gemacht. Dort kam man mehreren Darmkrebs-Verdachtsfällen auf die Schliche. Solche Vorsorge kann Leben retten. „Denn Darmkrebs ist heilbar, wenn er früh genug erkannt wird“, dies verdeutlichten die Internisten Bauer und Dr. Walter Remplik (Aichach) bei mehreren Vorträgen, mit denen möglichst viele erreicht werden sollten.

Nach Erfahrungen mit mancher schwer entzifferbaren Handschrift schärfte Bauer den Teilnehmern ein, die Teströhrchen leserlich zu beschriften. „Es wäre furchtbar, wenn ein Test etwas anzeigt und wir ihn keiner bestimmten Person zuordnen können“, sagte der Oberarzt.

Seit Jahren rührt die Innere Abteilung der Friedberger Klinik mit vielen Aktionen die Werbetrommel für die Darmkrebsvorsorge vor allem auch im Darmkrebsmonat März. Den hat zum zehnten Mal die Felix-Burda-Stiftung ausgerufen. Oberarzt Bauer glaubt, dass die Kampagne für die Vorsorge allmählich Wirkung zeigt. Denn in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Darmkrebskranken leicht zurückgegangen. Im Vorjahr waren es deutschlandweit knapp 69000 Neuerkrankungen.

Bauer sind das aber immer noch viel zu viele. Betroffen seien damit nach wie vor jährlich mehr als doppelt so viele Menschen, wie Friedberg Einwohner hat.

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