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Fest in Sielenbach

11.05.2015

Der Burschenverein feiert seine restaurierte Fahne

Die neu renovierte Fahne wird von den Burschen enthüllt.
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Die neu renovierte Fahne wird von den Burschen enthüllt.
Bild: Erich Echter

Den Segen bekommt sie bei einer fetzigen Rockmesse im vollen Festzelt. Am Nachmittag zieht sich ein großer Festumzug durch das Dorf.

Mit einem großen Festprogramm hat der Sielenbacher Burschenverein die Weihe seiner restaurierten Fahne von 1924 gefeiert. Mit einer kleinen Verspätung wurde dabei auch die 20-jährige Wiederbelebung des 1924 gegründeten Vereins begangen. Höhepunkt des viertägigen Festes, das am Donnerstag eröffnet worden war, war der gestrige Sonntag mit der Fahnenweihe und einem großen Festumzug.

Zum Auftakt des Festes am Donnerstagabend hat wie berichtet Sielenbachs Bürgermeister Martin Echter als Schirmherr das erste Fass Festbier angezapft. Dazu spielte zünftig die Blaskapelle Sielenbach auf.

Am Freitag kam die Jugend voll auf ihre Kosten: Die Burschen hatten ein Rockkonzert im Festzelt mit der Dachauer Band Overdrive und den Smokeheads aus Aichach als Headliner. Ausverkauft war der Bayerische Abend am Samstag mit den Musikkabarettisten „Da Huawa, da Meier und i“.

Seinen Höhepunkt erreichte das Fest aber am gestrigen Sonntag. Beim Auftakt hatte Bürgermeister Echter versprochen: „Es wird ein Fest, das Sielenbach so schnell nicht vergessen wird.“ Wie recht er hatte, zeigte sich gestern: Über 3000 Besucher von insgesamt 90 Vereinen waren bereits am Vormittag zum Festgottesdienst nach Sielenbach gekommen.

Nachdem die Festdamen des Jubelvereins und des Patenvereins am Altar Aufstellung genommen hatten, zelebrierte Pater Michael mit Pater Dieter eine Rockmesse mit der Band Shout. Seine Festpredigt hatte er ganz auf die Jugend ausgerichtet. Sein Thema: die Liebe zu Gott. Vor der Predigt verband Pater Michael drei jungen Männern auf dem Podium vor dem Altar die Augen und drückte den „Blinden“ eine Borussia-Dortmund-Fahne in die Hände. Diese Einlage sollte das blinde Vertrauen zu Gott symbolisieren. „Der Chef ist da oben. Wenn Menschen Chef spielen, kommt nichts Gutes heraus“, mahnte er.

Nachdem viele befreundete Vereine den Gottesdienst mitfeierten, legte er dem Jubelverein ans Herz, dass man Freundschaften pflegen und viel Zeit für sie aufwenden müsse. „Das Gleiche gilt auch für Gott“ , sagte er.

Pater Michael kündigte außerdem ein Geschenk der Pfarrei an: 100 Liter Freibier. „Dafür will ich aber bis Ende des Jahres bei den Gottesdiensten immer fünf Burschen und zwei Festdamen sehen“, forderte Pater Michael als Gegenleistung, bevor das Geschenk überreicht wurde. Die entsprechenden Listen zum Eintragen werden im Gotteshaus ausgelegt, kündigte er an.

Nach der Predigt bekam dann die frisch renovierte Fahne den kirchlichen Segen. Nach altem Brauch und Sitte hefteten als Erste die Fahnenmutter Michaela Frank und die Fahnenbraut Theresa Asam der Fahne ihre Erinnerungsbänder an. Weitere Fahnenbänder gab es von der Brauerei Kühbach, dem Festausschuss, den Festdamen und Bürgermeister Martin Echter. Weiter verewigten sich die Paten, der Burschen- und Mädchenverein Randelsried-Asbach aus dem Markt Altomünster (Landkreis Dachau) mit einem Fahnenband.

Bürgermeister Martin Echter freute sich in seinem Grußwort, dass zahlreiche Ehrengäste den Weg nach Sielenbach gefunden haben. Sein besonderer Gruß galt den Kreisräten Sepp Bichler und Reinhard Herb sowie seinen Bürgermeisterkollegen Erich Nagl (Dasing), Lorenz Braun (Adelzhausen), Paul Reitmeir (Eurasburg), Josef Schwegler (Obergriesbach) und Umberto Freiherr von Beck-Peccoz mit seiner Familie, der das Protektorat übernommen hatte.

Großen Beifall gab es von den Gästen, als der Bürgermeister eine Abordnung der Partnergemeinde St. Fraimbault begrüßte. „Sie haben 1200 Kilometer Wegstrecke auf sich genommen“, zollte Echter den Franzosen großen Respekt.

Den Burschen bescheinigte er eine hervorragende Arbeit „die sicherlich nicht mehr zu steigern ist“. Großes Lob gab es auch für den Patenverein Randelsried-Asbach. „Da habt ihr eine gute Wahl getroffen“, unterstrich der Bürgermeister. Echter stellte dabei in den Vordergrund, dass der Verein den Jugendlichen soziale Werte, Übernahme zur Verantwortung und Freude an der Gemeinsamkeit vermittelt.

Am Nachmittag bewegte sich ein riesiger Festzug, mit vielen Gästen durch den Ort. Vom Dorfplatz ging es zur Wallfahrtskirche Maria Birnbaum hinaus und wieder zurück zum Festzelt. Fast 90 Vereine waren dabei. Zahlreiche Zuschauer säumten die Straßen.

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