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10.07.2010

Der Charme des "Heizungsjungen"

Gersthofen (juni) - Robin Steinocher ist ein kleiner Star, Mädchen himmeln ihn an, reißen sich um Fotos von ihm. So hat es ein Vertreter der Stadtwerke kürzlich bei einem Vortrag in einer Schule erlebt. Steinochers Bild ist auf Bussen, an Haltestellen und in Straßenbahnen zu sehen. Auf dem Foto sitzt der heute 16-Jährige an eine Heizung gelehnt, ein Buch auf den Knien, den Blick verträumt in die Ferne. Damit machen die Stadtwerke Werbung mit ihrem Engagement in Schulen, in denen sie Heizungen sanieren.

Ein Jahr ist es jetzt her, dass das junge Model dafür vor der Kamera stand. Interessiert sieht er sich heute einen frischen Papier-Ausdruck von dem Bild an. "Das ist ja wirklich gut", sagt er ganz offen heraus, und bei ihm wirkt das völlig natürlich. "Die Haare sitzen perfekt, wie ich das hingekriegt habe, weiß ich gar nicht mehr." Er scheint etwas erstaunt, sich so in aller Schärfe wiederzusehen und freut sich wie bei einem alten Erinnerungsfoto.

Gern denkt er an die Aufnahmen zurück. Für ihn war es sein erster großer Einsatz als Model - nur einmal hatte er als kleineren Auftrag für die Agentur seines Vaters posiert. Und die hatte ihn prompt erneut eingespannt. "Es hat total Spaß gemacht", sagt Steinocher. Das Drumherum, die Schminke, die Fotografen, die Herausforderung, sich in die Rolle des Models zu finden.

Und dann kam der Moment, als er sich selber in der Stadt begegnete: "Da war ich schon stolz und habe mich gefreut", meint der Schüler. "Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt." So gar nichts kann er mit dem Rummel um ihn herum anfangen, seine großen Fans kennt er gar nicht, die Idee von Autogrammstunden bringt ihn zum Lachen. Schwärmereien ist er in seinem Freundes- und Bekanntenkreis nicht begegnet. Groß erzählt habe er aber auch nicht von dem Shooting.

Steinocher gibt sich bescheiden, realistisch, sieht die Werbung mit ihm nur als kleinen Auftrag. "Damit bin ich doch nicht berühmt", sagt er. Model werden, das kann er sich nicht vorstellen. "Es ist zu schwierig, in dem Beruf Karriere zu machen", sagt er. Demnächst hat er sowieso viel zu tun, der Gymnasiast macht in zwei Jahren Abitur, was danach kommt, weiß er noch nicht. Aber neue Aufträge fände er toll. Auch seine Freundin sei nicht mehr aufgewühlt, die Beziehung sei lang und gut - er bleibt treu.

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