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Neues Buch

05.03.2013

Der Lechrain und seine Menschen

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Schloss Scherneck bei Rehling liegt am Unteren Lechrain. Eine bayerisch-schwäbische Grenzregion, die sich von der Donaumündung bei Rain im Norden bis hinauf zur Wieskirche im Süden östlich des Flusses erstreckt.
Bild: Josef Abt

Tief verwurzelt war Pankraz Fried am Lechrain. Der Historiker hat mit seinem neuen Buch fast schon ein Vermächtnis hinterlassen. Denn dem kürzlich Verstorbenen war es ein Herzensanliegen, der Region ein Denmal zu setzen.

Related contentDer Lechrain, also die Grenzregion zwischen Schwaben und Alt- und Oberbayern, war seine Heimat. Pankraz Fried war in ihr tief verwurzelt. Vor wenigen Tagen ist der Historiker aus Heinrichshofen (Landkreis Landsberg) gestorben (wir berichteten). Sein neuestes Buch „Der Lechrain – Eine historische Heimatkunde“ ist somit fast eine Art Vermächtnis des 81-Jährigen geworden. Ihm war es ein Herzensanliegen, dem „alten und entschwundenen Lechrain ein Denkmal zu setzen“, wie er in der Einführung zu dem Buch schrieb.

Fried hatte von 1974 bis 1993 den Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg inne. Seit seinem Ruhestand im Jahr 1994 trieb es ihn um, den Lechrain „in einer landeskundlichen Gesamtschau und im persönlichen Erleben“ darzustellen. Sein Schwiegersohn Martin Wölzmüller, Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, gab schon 1987 sein Büchlein „Der Lechrainer und seine Sprache“ heraus (siehe Infoartikel).

Der Lechrain besitzt die Besonderheit, dass er immer die Westgrenze des Bayer-Stammes darstellte. Laut Fried war es keine lineare Grenze, sondern ein breiter Streifen, „in dem die Bewohner seit Jahrhunderten in eigenen Traditionen verharren.“

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Die Grenzlandlage orientierte sich einerseits zum Schwäbischen hin (jenseits des Lechs), andererseits aber auch ein wenig gegen die Bayern. „Denn für einen Fürstenfeldbrucker sprach ein Lechrainer bereits Schwäbisch“, so der Professor. Und diese sprachliche Eigenheit breitet Fried schön aus.

Fried teilt den Lechrain in einen Unteren, der von Rain am Lech bis nach Rehling reicht, in einen Mittleren mit dem Mittelpunkt Landsberg und einen Oberen zwischen Rottenbuch und der Wieskirche ein. In seinem Buch gelingt es ihm, diese Grenzregion zwischen Bayern und Schwaben ganzheitlich darzustellen, was es bisher so noch nicht gab.

Auf 150 Seiten schreibt Fried nicht für die Experten, sondern für jene Menschen, denen ihre Heimat ans Herz gewachsen ist und die mehr darüber wissen wollen. Illustriert werden die in der Regel kurzen Texte von rund 170 meist farbigen Abbildungen und an die 40 Karten. Behandelt werden unter anderem die Lechrainer Mundart, die Geschichte der Region seit der Frühzeit, der Lech als Stammesgrenze, Religion und Kirchen, Burgen und Schlösser, die wichtigsten Orte und der agrarische Wandel im 19. und 20. Jahrhundert.

Zum Buch: "Der Lechrain – Eine historische Heimatkunde“, Bauer-Verlag Thalhofen, ISBN: 978-3-941013-99-5

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Aichacher Nachrichten.

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