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Aindling-Eisingersdorf

05.06.2009

Der Stopsel muss immer dabei sein

Der Stopselclub Eisingersdorf feiert vom 26. bis 28. Juni sein 40-jähriges Bestehen mit Festzeltbetrieb. Höhepunkt wird dabei die Weihe der neuen Vereinsfahne sein, die eigens angeschafft wurde. Sie wurde bereits in Schierling abgeholt. Die Vorbereitungen für das Fest sind in der Endphase. Weit über 200 Mitglieder hat der Verein. Der größte Teil kommt aus Edenhausen, Pichl, Eisingersdorf und Binnenbach.

Gegründet wurde der Verein am 19. Dezember 1969 im damaligen Gasthaus "Grüner Baum" von 19 jungen Burschen, um die Jugend aus den genannten Ortschaften näher zusammenzubringen. Man nannte den Verein Stopselclub Eisingersdorf, kurz SCE. Als Zeichen der Vereinszugehörigkeit musste jedes Mitglied einen Aluminiumstopsel bei sich tragen und auf Verlangen vorzeigen. Bei Nichtbefolgung waren 50 Pfennig in die Vereinskasse zu bezahlen.

Die erste Vorstandschaft bildeten Ludwig Grammer als 1. Vorsitzender, 2. Vorsitzender Josef Marquard, 1. Kassier Johann Hölzl, 2. Kassier Anton Gerstmeir und Schriftführer Johann Huber.

Während zunächst nur Ledige in den Verein aufgenommen wurden, wurde später beschlossen, dass auch Verheiratete beitreten dürfen.

Der Stopsel muss immer dabei sein

Legendäre Fußballmannschaft

Die erste große Veranstaltung war ein Schafkopfturnier mit über 80 Teilnehmern. Jedes Jahr wurde auch ein mehrtägiger Vereinsausflug gemacht. 1971 fand der erste der legendären Rosenmontagsbälle im Gasthaus "Grüner Baum" statt, die meist am Faschingsdienstag mit einem Fußballspiel auf dem Sportplatz in Pichl endeten. Legendär war auch die Fußballmannschaft des Stopselclubs, in der sich fast nur aktive Spieler des TSV Aindling, der DJK Stotzard, des SV Thierhaupten und anderer Vereine tummelten. Bei Turnieren und Freundschaftsspielen war das Team fast 18 Jahre lang ungeschlagen. Im Jahre 1974 begannen die gemeinsamen Weihnachtsfeiern mit dem Schützenverein Eichenlaub Eisingersdorf. Seit 1976 organisieren die Stopsler außerdem den Nikolausdienst.

Büttenredner und Männerballett

1978 veranstaltete man erstmals eine Faschingssitzung, angelehnt an "Mainz bleibt Mainz" - ein Riesenerfolg bei vollem Saal. Ein Männerballett trat auf, Josef Schwab und Josef Kigle hielten Büttenreden, es wurde geturnt, die Neandertaler traten auf und die beiden "Tramps" Werner Barl und Josef Kigle. Nach einer Wiederholung wurde die Veranstaltung jedoch wegen des großen Aufwands ad acta gelegt.

1979 feierte der Verein sein zehnjähriges Bestehen mit einem Fußballturnier. Fußballturniere, "Spiel ohne Grenzen", Fahrradrallyes, Theater, Ausflüge und Fahrten zu Bundesligaspielen nach München gehörten zu den Aktivitäten über die Jahre. 1984 wurde das Schützenheim in Eisingersdorf nach seiner Einweihung zur Vereinsgaststätte des Stopselclubs bestimmt und ist es bis heute. Das 20-jährige Bestehen feierte der Verein 1989 mit Festzelt. Der Höhepunkt dabei: ein Traktorziehen. Seit dem Fasching 1991 treten die Stopsler beim Kehraus der Schützen auf. 1999 wurde das 30-jährige Bestehen ebenfalls wieder mit Zeltbetrieb gefeiert.

Mit vielen Terminen und Veranstaltungen trägt der Verein zum Leben in den Ortschaften bei, so zum Beispiel mit eigenen Festwagen bei Faschingsumzügen. Mit dabei sind die Stopsler auch beim Weihnachtsmarkt, dessen Erlös alljährlich für wohltätige Zwecke bestimmt ist. Gespendet hat der Verein ohnehin immer wieder, zum Beispiel für die Kinderkrebshilfe in Augsburg.

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