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Brauchtum

11.05.2015

Der „Strahrecha“ auf dem Tanzboden

Beim Volkstanz werden verschiedene Figuren getanzt.
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Beim Volkstanz werden verschiedene Figuren getanzt.

Beim Volkstanzabend in der TSV-Turnhalle bringen die Köberleins Tanzfreudigen Aichacher Volkstänze bei. Viele lassen sich gerne in die Geheimnisse der Figuren einweihen. Dazu spielt die Aichacher Bauernmusi auf

Ein Besuchermagnet war am Samstagabend der Volkstanzabend in der Aichacher TSV-Turnhalle. Geschätzt wird von den Tänzern besonders die Aichacher Bauernmusi, die dazu aufspielte. Am Samstag kamen wieder zahlreiche Freunde des Volkstanzes nach Aichach, auch aus dem Dachauer Raum, dem Rainer Winkel und Schrobenhausen. Ein Paar war sogar aus Salzburg in Österreich angereist.

TSV-Vorsitzender Klaus Laske freute sich über die zahlreichen Gäste. „Lobenswert ist, dass die Aichacher Bauernmusi und das Tanzmeisterpaar Monika und Herbert Köberlein eng mit der Veranstaltung verbunden sind“, sagte Laske beim Auftakt.

Auf dem Programm standen an diesem Abend auch mehrere Aichacher Volkstänze. Ein typischer Aichacher Volkstanz ist das „Hirtamadl“, getanzt nach Aichacher Figuren, wie auch der „Strahrecha“ und der „Winker“. „Sie sollen der Region erhalten bleiben und nicht in Vergessenheit geraten“, erzählte Tanzmeister Herbert Köberlein. „Darum ist es für mich ein Muss, dass wir hier die Tänze pflegen.“

Den obligatorischen Auftanz, eine Française, führte das Tanzmeisterehepaar Monika und Herbert Köberlein an. Danach durften die Tänzer sich zu einem Walzer drehen. Nach alter Volkstanzmanier tanzt der Vortänzer die Tanzschritte vor und der Rest tanzt nach. Besonders gut kam bei den Paaren der „Zwiefache“ an, ein Tanz, der seine Wurzeln im 18. Jahrhundert hat und der auch früher gern getanzt wurde. Kennzeichnend sind die Taktwechsel zwischen Walzer und Polka.

Die Aichacher Bauernmusi spielt in Stammbesetzung auf

Für die Aichacher Bauernmusi ist es kein Problem, die richtige Musik zu den alten Tänzen zu spielen. „Wir spielen heute mit neun Mann und in der Stammbesetzung“, sagte Chef Ludwig Mittelhammer und freute sich über den vollen Tanzboden.

Ignaz Brandstetter aus Ortelsburg und Anni Wenger aus Schiltberg gehen schon seit vielen Jahren zum Volkstanz. „Uns gefällt in Aichach die Turnhalle. Es ist hier gut zum Tanzen“, sagten beide übereinstimmend. „In der Gegend gibt es wenig Möglichkeiten, wo man Volkstanz machen kann.“ Dass an diesem Abend aber wieder so viele Leute gekommen sind, das liegt insbesondere an der Bauernmusi, waren sie sich einig.

Die Aichacher Volkstanzveranstaltung hat ihre Fans sogar in Österreich: Aus Salzburg kamen Hilde und Helmut Tomasi nach Aichach, und das nicht zum ersten Mal. Erfahren haben sie von der Veranstaltung aus der Musikantenzeitung. „Wir mögen die bayerischen Tänze und die Bauernmusi spielt hervorragend auf“, lobte das Paar den Aichacher Volksmusikabend.

In Aichach hatten an diesem Abend alle Tänzer ausreichend Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen. Walzer, Polka, Landler, Schottisch und Zwiefache wurden getanzt.

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