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Heini-Baronner-Gedächtnisveranstaltung

04.10.2009

Der Volkstanz muss Freude machen

"Heini Baronner hat schon früh die Besonderheit und Originalität der Tanzmusik seiner Heimat erkannt", würdigte ihn Bürgermeister Klaus Habermann am Freitagabend bei den "Aichacher Tänzen" im Pfarrzentrum. Die Veranstaltung zeigte, dass Heini Baronner und seine Verdienste um die Volksmusik rund um das Aichacher Land bis heute von der bayerischen Volksmusikpflege geschätzt werden.

"Der Volkstanz muss Freude machen, nicht nur die Formen erhalten", legte der Volksmusik-Papst den Tänzerinnen und Tänzern ans Herz. " Aichach hat ein reiches Erbe an Volkstänzen. Das Beste was ich je gesehen habe", ist Wolfgang Mayer von den Tänzen, die Heini Baronner und einige Mitstreiter zusammen- getragen und der Nachwelt erhalten haben, immer noch begeistert.

Unter den Gästen waren auch Kreisheimatpfleger Hans Hammer aus Schrobenhausen und Mitglieder verschiedener Volkstanzgruppen aus dem oberbayerischen und schwäbischen Raum. Natürlich wurde im Pfarrzentrum nach dem offiziellen Teil eifrig getanzt.

Stadtmuseum öffnete seine Pforten

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Zum Auftakt der Heini-Baronner-Gedächtnisveranstaltung spielte die Aichacher Bauernmusik unter der Leitung von Ludwig Mittelhammer am Aichacher Stadtmuseum zünftig auf. Um den Gästen die Möglichkeit zu geben, vor der Veranstaltung die Sonderausstellung zu besuchen, öffnete man von 18 bis 19 Uhr die Museumspforte. Danach ging es mit schmissiger Blasmusik ins Pfarrzentrum.

Traditionell wurde der Abend mit der Polonaise mit Wolfgang Mayer und Gertrud Gerich als Vortänzer, eine der "Lechender" Sängerinnen, eröffnet.

Getanzt und vorgetanzt wurden vor allem Tänze aus dem Aichacher Raum. Mayer demonstrierte dabei die Schrittarten der verschiedensten Tänze: Rheinländer, Dreher, der Zwiefache, die Francaise, Bauernmadl, Hennascharrer, Hirtamatl, der Schottisch oder der Strahrecha.

"Den Strahrecha gibt es in ganz Bayern nicht, der wird nur in Aichach und im Rainer Winkel getanzt. Aber ich hab ihn in ganz Bayern bekannt gemacht", erklärte Wolfgang Mayer. Im Aichacher Raum wurde der Strahrecha in zwei Formen getanzt. Einmal die Aichacher Form und die Sielenbacher Form.

Ein legendärer Tanz ist auch das Hirtamadl, der 1884 in Bayern auftauchte und früher bei keiner Tanzveranstaltung fehlte. Mayer erinnerte auch an die Gewährsleute der Tänze, wie den Aichacher Roman Wörle und den Sielenbacher Anton Goldstein und einige andere. Als Mayer von der Aichacher Tanzkultur erzählte, kam bei manchem Besucher Wehmut auf.

"Von überall sind die Leute nach Aichach gekommen, aber da wo er gewohnt und gelebt hat, sieht man fast keinen. Da drüben sitzen Leute in Rainer Tracht und die Aichacher Tracht scheint es nicht mehr zu geben, obwohl wir am Ort einen Trachtenverein haben", zeigte sich so mancher Besucher verwundert darüber. War doch Aichach einmal die Hochburg des Volkstanzes.

Aber zum Trotz: Getanzt und aufgespielt wurde zünftig und der Tanzboden war bis zum Schluss gut frequentiert.

Bei uns im Internet

finden Sie noch viele weitere Bilder zum "Heini-Baronner-Abend" unter

aichacher-nachrichten.de/bilder

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