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Aichach

06.09.2020

Die Aichacher Kunstmeile 2020 macht Kunst für jeden zugänglich

Bei er Aichaer Kunstmeile 2020 gibt viele Kunstwerke unter freiem Himmel zu sehen. Diese Installation aus alten Autoreifen war allerdings nur am Freitag aufgebaut.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Viele Interessierte strömen zum Auftakt der Kunstmeile in Aichach. Die findet 2020 wegen Corona unter besonderen Bedingungen statt.

Kunst, wohin man schaut. Das könnte man gerade über Aichach sagen. Am Stadtplatz, in der Bahnhofstraße, am Jahrtausendweg oder dem Grünzug an der Paar – überall findet sich skulpturale und installative Kunst im öffentlichen Raum. Im Rahmen der Kunstmeile stellen Künstler auch in mehr als 40 Geschäften in der Innenstadt und im Rathaus aus. Zur Eröffnung am Freitagabend kamen viele Künstler und Interessierte. Was es bei einem Streifzug alles zu erleben gab.

Bild: Gerlinde Drexler

Es ist ein Event, das dieses Jahr unter „nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen“ stattfindet, wie es Bürgermeister Klaus Habermann formulierte. Er freue sich auf die Kunstmeile, die die Stadt trotz Corona mit umso mehr Herzblut und tatkräftiger Unterstützung der Aktionsgemeinschaft Aichach (Aga) organisiert habe, sagte er. „Kunst tut gut in diesen verrückten Zeiten.“ Das würde man auch bei all den Aktivitäten des Musiksommers, wie der Straßenmusik oder dem musikalischen Frühschoppen, spüren.

Habermann ging auf die Frage ein, warum die Stadt das alles mache und warum Kunst im öffentlichen Raum. Öffentlichen Raum definierte er als „für jeden frei zugängliche Räume wie Rathäuser, Verwaltungsgebäude, Museen, Kirchen aber durchaus auch Geschäfte, Banklokale oder Gastro“. Aber auch Verkehrsflächen, Ruhebereiche, Parks, Grünflächen und vieles mehr. Eben alles, wo sich drinnen und draußen öffentliches Leben abspielt.

Bürgermeister Habermann: Kunst eröffnet neue Perspektiven

Warum also Kunst im öffentlichen Raum? „Kunst trägt in jedem Fall dazu bei, ganz neue Perspektiven zu eröffnen, Räume zu verändern, Neugierde zu wecken.“ Sie provoziere zur Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk, „was durchaus gut und wichtig ist“, sagt Habermann. Der Bürgermeister wies auf das vor einigen Jahren vom Kunstverein initiierte Projekt „Kunst-Raum-Stadt“ hin, dessen Kunstwerke noch immer an vielen Orten in Aichach zu sehen sind. Für Habermann der Beweis, dass Kunst Identität schaffe.

„Temporäre Aktionen wie die Kunstmeile sind das Tüpfelchen auf dem I“, sagt der Bürgermeister. Sie seien wichtig, weil der Gewöhnungseffekt aufgelöst und der Vergleich von vorher und nachher greifbar werde. Unter den mehr als 60 Künstlern, die sich heuer an der Kunstmeile beteiligen, sind Kunstreibende aus der Region, Künstlergruppen, soziale Vereinigungen sowie künstlerische aktive Kinder und Jugendliche. „Eine ungemein spannende Konstellation“, findet Habermann. Sie werde die Stadt in den kommenden fünf Wochen noch unverwechselbarer und eindrucksvoller machen, ist er überzeugt.

Viele Arbeiten wurden extra für die Kunstmeile geschaffen

Viele der ausgestellten Arbeiten wurden extra für die Kunstmeile 2020 geschaffen. Gerade dann, wenn Kunst den Bezug oder die emotionale Verbindung schaffe zum jeweiligen Ort der Präsentation, werde ihre sozialpädagogische oder städtebauliche Bedeutung so richtig erkennbar“, fand der Bürgermeister. Sein erster Eindruck ist: „Das ist mit der Kunstmeile 2020 ganz wunderbar gelungen.“

Die Kunstmeile läuft bis zum 2. Oktober. Der Prospekt mit den Ausstellungsorten liegt im Rathaus sowie den teilnehmenden Geschäften aus.

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