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Altbayern in Schwaben

18.08.2017

Die Hofmark Baar

So sieht die Rückfront des Baarer Schlosses im heutigen Zustand aus. Der erste Vorgängerbau entstand im 14. Jahrhundert
Bild: Helmut Rischert

Wem die Anwesen im Wittelsbacher Land gehörten und welche Rechte früher bestanden. / Serie (5)

Heimatgeschichte aus dem Wittelsbacher Land steht bei der Buchreihe „Altbayern in Schwaben“ im Mittelpunkt. Der aktuelle, mittlerweile 15. Band hat keinen thematischen Schwerpunkt, sondern bietet ein breites Spektrum an Geschichte und Geschichten aus dem Landkreis Aichach-Friedberg. Die zehn Beiträge haben ehrenamtliche Autoren verfasst. Der Leiter des Redaktionsteams, Wolfgang Brandner, hat sie kurz zusammengefasst. Der fünfte Teil von Helmut Rischert dreht sich um „Burg, Schloss und Hofmark Baar“:

Bereits in der Vorgeschichte war der markante, bewaldete Geländevorsprung besiedelt, der 675 Meter südsüdöstlich der heutigen Kirche von Oberbaar und etwa 35 Meter über der kleinen Paar liegt. Das beschreibt Helmut Rischert in seinem Artikel. Daraus erwuchs später ein mittelalterlicher Burgstall mit steiler Böschung zu allen Seiten, Vorburg und einem vierseitigen Turm.

Das Baarer Schloss beziehungsweise einer seiner Vorgängerbauten entstand in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt sind die beiden Sedelhöfe Underpar und Nidernparr, weswegen es damals zwei adelige Sitze gegeben haben muss. Unter „Sedelhof“ versteht man den Wirtschaftshof, den Landwirtschaftsbetrieb, einer Burg. 1453 war die Wasserburg zwischen Michael Riederer, dem durch Erbschaft ein Viertel gehörte, und den Hausnern geteilt.

In dem Verzeichnis werden die „gräben vmb haws“ und „vmb vorhof“ aufgeführt; demnach waren auch die Sedelhöfe, die sich in der Vorburg befanden, von einem Graben umfangen.

Zur Hofmark Baar gehörte das Recht, die Pfarrer zu Wiesenbach und Staudheim einzusetzen. Während das Patronatsrecht von Wiesenbach Lehen vom Hochstift Regensburg gewesen ist, war die Pfarrei Staudheim nach dem alten, von den Brüdern Hans Friedrich und Hans Johann von Muggenthal errichteten Salbuch Lehen der Herrschaft Baar. Sie besaß das Recht, den Pfarrer vorzuschlagen und zu ernennen und beim Todesfall die Inventur vorzunehmen. (AN)

Bezug Der komplette Beitrag „Burg, Schloss und Hofmark Baar“ von Helmut Rischert ist erschienen im 15. Band der Reihe „Altbayern in Schwaben“. Dieser ist im örtlichen Buchhandel oder im Landratsamt erhältlich. Dort gibt es auch Restbestände der vorhergehenden Jahrgänge.

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