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09.06.2009

Die Produktion geht, Vertrieb und Service bleiben

Gersthofen Noch für das Geschäftsjahr 2006 verkündete die technotrans AG in Sassenberg (bei Münster/Westfalen) mit einem Umsatz von 151,3 Millionen Euro - das bedeutete einen Zuwachs von 16,6 Prozent - Rekordzahlen. Wesentlich dazu beigetragen hatte nach Angaben des Unternehmens, das Peripheriesysteme von Druckmaschinen herstellt und wartet, der Umzug von Stadtbergen nach Gersthofen im Herbst 2005. Jetzt gibt das Unternehmen die Produktion in Gersthofen auf. Die Fertigungskapazitäten sollen auf Sassenberg konzentriert werden.

Die Herstellung von Reinigungssystemen wurde bereits im Herbst vorigen Jahres aus Gersthofen abgezogen. Die Fertigung der Farbversorgungsanlagen wird Ende des Jahres abgezogen. Betroffen von den Veränderungen in Gersthofen sind rund zwei Drittel der Beschäftigten. Zuletzt waren es mehr als 100, seit dem Abzug der Reinigungssysteme sind es nur noch 85. Ein Teil der Mitarbeiter ist mit nach Sassenberg umgezogen, sagte die Unternehmenssprecherin Thessa Roderig.

Verlust von 2,9 Millionen Euro

Das Sparprogramm hatte der Vorstand bereits im Herbst 2008 aufgelegt, weil die Druckmaschinenindustrie stark von der Wirtschaftskrise betroffen ist. So verbuchte technotrans 2008 einen Verlust von 2,9 Millionen Euro. Noch im Jahr davor hatte es einen Gewinn von 9,1 Millionen Euro eingefahren. "Die Schritte sind notwendig, um sicherzustellen, dass wir zukünftig auch auf dem niedrigeren Umsatzniveau alle Möglichkeiten zur Margenoptimierung nutzen können," sagt Henry Brickenkamp, Sprecher des Vorstandes. Der Aktienkurs fiel von rund 23 Euro (2007) auf derzeit etwa 4 Euro. Derzeit suche die Geschäftsführung gemeinsam mit dem Betriebsrat nach einer sozialverträglichen Lösung für weitere Mitarbeiter, die in Gersthofen nicht mehr benötigt werden, so Roderig. Geplant ist, dass die Belegschaft nur noch aus 30 bis 35 Personen bestehen soll. Beim Einzug in den neuen Standort an der B 17 waren es 75.

Gersthofen bleibt lediglich noch Vertriebs-, Service- und Technikstützpunkt. Die Lage an der B 17 war mit ein entscheidendes Argument für die Ansiedlung in Gersthofen, damit die Servicetechniker schnell in alle Himmelsrichtungen fahren können. Der Neubau war die größte Sachinvestition der Firmengeschichte mit rund sechs Millionen Euro Kosten. Auf einem knapp 18 000 Quadratmeter großen Grundstück gegenüber der Internationalen Schule (ISA) entstanden gut 7500 Quadratmeter Büro, Produktions- und Lagerflächen. Damit verdreifachte technotrans an diesem Standort in Süddeutschland die Kapazitäten.

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